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OnlinePresse.infoVollmundig versprechen Besuchertausch-Systeme im Internet, daß man tausende Besucher für die eigene Webseite erhält, diesem Phänomen sind wir am Beispiel des größten Besuchertausch-Systemes Ebesucher.de auf den Grund gegangen, denn es muß ja einen Grund geben, daß es diesen Betreiber schon seit 2002 gibt und dieser über 100.000 angemeldete Webmaster hat.
Zunächst einmal muß man wissen, wie das System überhaupt funktioniert. Zunächst gibt man in eine Aufnahme-Maske seine Webseite ein und wieviel Besucher man haben möchte.
Dann erhält man eine sogenannte "Surfbar", das ist eine personifizierte Webadresse, die den eigenen Namen beinhaltet und beim Aufruf alle 20 Sekunden eine Seite anzeigt, die sich ebenso eingetragen hat. (Beispiel: http://www.ebesucher.de/surfbar/onlinepresse).
Es gibt ein Verhältnis von 10:9 bzw. 10:8, das bedeutet, wenn man selber 10 Seiten angesehen hat, wird die eigene Webseite 9 bzw. 8 mal bei anderen Teilnehmern angezeigt.
So erscheinen in einer Minute 4 Webseiten und in der Stunde 240 Aufrufe, folglich am Tag 5.760, von denen man 4.608-5.184 selber erhält. Dies kann speziell bei Ebesucher noch gesteigert werden, da man bis zu 5 Seiten gleichzeitg "durchsurfen" lassen kann.
Damit muß erst einmal festgestellt werden, daß per Definition es sich nicht um "echte" Besucher handelt, denn es ist von der Aufnahmekapzität unseres Gehirns unmöglich 5.000 Webseiten am Tag anzusehen und auch wahrzunehmen, vielmehr läuft die Surfbar oft im Hintergrund, während die Teilnehmer in einem anderen Browserfenster ganz normal weiter surfen und sich die Surfbar Webseiten gar nicht mehr anschauen, vielleicht ab und zu mal aus Interesse oder Langeweile.
Damit "puschen" die teilnehmenden Webseitenbetreiber die Besucherzahlen, die sich oft in einem Counter auf der Webseite befinden nach oben, was eine Vermischung zwischen realen Besuchern und virtuellen Besuchern erzeugt.
Der Vorteil liegt darin, daß jeder Teilnehmer sich erhofft, daß seine Seite tatsächlich wahrgenommen wird und er somit neue Kunden gewinnt, wie bei Flugblatt-Aktionen, die man aus dem Briefkasten kennt, ist die Quote entsprechend.
Der weitere Vorteil für die Teilnehmer liegt darin, daß diese in entsprechenden Statistik-Seiten nach oben rutschen und so dort besser positioniert sind.
Es gibt auch Besuchertausch-Systeme, bei denen die Sichtung jeder einzelnen Seite manuell mit einem Mausklick bestätigt werden muß, bei diesen Systemen kann man dann tatsächlich von "echten" Besuchern sprechen.
Neben der Surfbar gibt es auch den Mail-Versand über Ebesucher.de, das heißt man kann an derzeit ca. 17.000 Teilnehmer eine Mail versenden, dies haben wir einmal ausprobiert. Das Ergebnis ist allerdings sehr ernüchternd, gerade mal 17 echte Besucher hat OnlinePresse.info davon erhalten, im gleichen Tageszeitraum waren es über 3.000 echte Besucher, die Onlinepresse.info sowieso hat.
Warum ist diese Quote so extrem niedrig und schlecht, obwohl man meinen könnte, daß eine direkte Ansprache per Mail doch effektiver sein müsste als das "Surfbar-surfen"?
Die Technik bei Ebesucher.de funktioniert folgendermaßen. Die Mail muß ca. 5 Sekunden "offen" gehalten werden, dann gilt diese als gelesen, egal ob der Teilnehmer die Webseite tatsächlich besucht hat. Dafür erhält der lesende Teilnehmer sogenannte "Mail-Punkte", die er sammeln kann um selber Mails über das System zu versenden.
Man kann diese Mail-Punkte aber auch kaufen, 17.000 Mails kosten demnach bei diesem Betreiber 42,80 Euro, in unserem Fall-Beispiel also 2,52 Euro je "Klick-User", vergleicht man das mit Anzeigenschaltungen bei Google so erhält man dort bereits Preise für 10-80 Cent, also sehr viel günstiger und zielorientiert.
Sehr viel besser gelöst hat diesen Mail-Bereich der Anbieter Surfmore.eu, bei dem man erst seine Punkte erhält, wenn man sich die Seite auch eine bestimmte Zeit tatsächlich angeschaut hat.
Per Fazit ist festzustellen, daß sich die Surfbar dann lohnen kann, wenn man diese "niedrig" einstellt, denn dieses "Surfbar-surfen" kostet Traffic und die Performance des Servers und nur ein Bruchteil der gesurften Seiten werden zu tatsächlich interessierten Usern.
Das Mailsystem ist nach der heutigen Technik nicht ausgereift und viel zu teuer, da es sehr wenig effizient ist. Man sollte sich auch selber die Frage stellen, was man eigentlich möchte, möchte man tatsächlich echte Besucher, die die Beiträge auch lesen oder möchte man seinen Counter "puschen". Diese Frage muß sich jeder Seitenbetreiber selber beantworten, auf jeden Fall, wenn man sich für den Einsatz eines Besuchertausch-Systemes entscheidet, dann ist Ebesucher.de mit Sicherheit die erste Wahl und zu empfehlen auf Grund der hohen Teilnehmerzahl.
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