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OnlinePresse.infoDeutschland steht wegen seiner schrumpfenden Bevölkerung ein Fachkräftemangel bevor. Immer mehr Stellen können nicht qualifiziert besetzt werden. Auf bis zu 25 Milliarden Euro schätzen Fachleute den Schaden jedes Jahr. FDP-Generalsekretär Christian Lindner spricht sich im "Handelsblatt" daher für eine gesteuerte Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte durch ein Punktesystem aus.
"Das Angebot auf dem Arbeitsmarkt und die Nachfrage der Wirtschaft entwickeln sich auseinander: Während sich einerseits Geringqualifizierte am Arbeitsmarkt schwerer tun, bleiben andererseits Chancen für Wachstum ungenutzt, weil Stellen nicht qualifiziert besetzt werden können. Zieht die Konjunktur an, verschärft sich das Problem", konstatiert Christian Lindner in seinem Gastbeitrag.
Deswegen müsse Deutschland handeln, schreibt Lindner und fordert ein leistungsfreundliches Klima, ein Bildungssystem, das kein Kind verloren gibt und neue Initiativen für lebenslanges Lernen, die Anreize und Angebote zur Weiterqualifikation verbessern.
Hürden für Zuwanderung senken
Weil diese Elemente einer Strategie gegen den Fachkräftemangel jedoch erst mittelfristig wirken, will Lindner die Hürden für qualifizierte Zuwanderer senken. So solle die Einkommensschwelle von 64.000 auf 40.000 Euro herabgesenkt und die Arbeitsaufnahme ausländischer Hochschulabsolventen attraktiver gestaltet werden.
Darüber hinaus plädiert Lindner bei der Zuwanderung für ein Punktesystem, bei dem der Ausbildungsstand prioritäre Bedeutung haben soll. Berufserfahrung, Alter oder Sprachfähigkeiten folgen. Liegt ein Bewerber über einer festgelegten Punktezahl oder erreicht eine Mindestpunktzahl und kann ein Jobangebot vorweisen, erhält er das Aufenthaltsrecht.
"Unsere Volkswirtschaft wird viel stärker als heute auf diese Zuwanderer angewiesen sein", schreibt Lindner. "Einer Debatte über gesteuerte Zuwanderung kann somit niemand ausweichen. Sie ist ein Gebot ökonomischer Vernunft."
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