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Stiftung zur Mahnmaldebatte in Potsdam-Babelsberg

Bild von Denker
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Zur Einweihung des Mahnmals auf dem Hiroshima-Platz in Potsdam-Babelsberg am kommenden Sonntag erklärt Rolf Berndt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit:

„Die hohe Zahl von Opfern des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki macht auch 65 Jahre später noch betroffen. Die Errichtung eines auf private Initiative zurückgehenden Mahnmals ist menschlich nachvollziehbar.
Trotzdem muss in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass der Einsatzbefehl zum Abwurf der Atombomben nicht von hier, sondern aus Washington erteilt wurde; Präsident Truman selbst hatte Potsdam zu diesem Zeitpunkt längst verlassen. Das der japanischen Führung im Namen der Regierungen der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreichs und Chinas am 26. Juli in Potsdam gestellte Ultimatum, bis zum 31. Juli 1945 die Kapitulation zu erklären, hatte Japan am 28. Juli zurückgewiesen.
Die Stiftung sieht keinen Anlass, sich in die laufende Debatte um die historische Legitimität eines Erinnerungsortes vor ihrer Geschäftsstelle einzuschalten.
Auf die Vorgeschichte der Bombenabwürfe gehen wir im Übrigen seit langem bei all unseren Gästeführungen ausführlich ein. Trotzdem ist die Geschichte des Hauses viel zu komplex, als dass man sie auf die wenigen Wochen, in denen Truman hier residierte, reduzieren könnte.“

US-Präsident Harry S. Truman hatte während der Potsdamer Konferenz im Sommer 1945 in der Villa Erlenkamp in Babelsberg Quartier bezogen. Seit 2001 hat in diesem Haus mit der heutigen Postanschrift Karl-Marx-Straße 2 die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihren Geschäftssitz. Der Platz vor dem Stiftungsgebäude trägt seit 2005 den Namen Hiroshima-Platz.

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