Wie aus Mitarbeiterkreisen im Bereich DHL zu vernehmen ist wird bei dem Konzern Deutsche Post DHL momentan ein enormes Einsparungsprogramm betrieben. Wobei ein großer Punkt auf dem Stellenabbau und der Kostensenkung liegt. Der Stellenabbau ist aber nicht, wie man meinen sollte, um Verlust oder die Schließung von Standorten zu vermeiden.
Vielmehr wird auf noch höhere Gewinne bzw. Kostensenkung und Einsparungen bei den Gehaltsstrukturen der Mitarbeitern hingearbeitet. Beispielsweise werden Mitarbeiter der DHL Airways GmbH aus der Zollabwicklungsabteilung an den Standorten Köln und Frankfurt, deren qualitativ hochwertige Arbeitskraft vorher gut und wirtschaftlich war, nun nur noch als teuer angesehen.
Man verlagert lieber deren Arbeitsplätze an einen anderen, vor allem subventionierten und günstigeren Standort im Osten von Deutschland.
Dies bedeutet dass die Deutsche Post DHL im Westen von Deutschland Arbeitsplätze streicht bzw. einspart, um im Osten von Deutschland für weitaus weniger Geld neue Mitarbeiter einzustellen und diese Stellen vom Deutschen Staat auch noch subventioniert werden. Die alten Mitarbeiter versucht man mit geringen Abfindungen oder unrealistischen Stellenangeboten günstig loszuwerden.
142 Mitarbeiter sind direkt und eine noch nicht bekannte Anzahl Mitarbeiter sind indirekt (Verwaltungs- und IT-Aufgaben) von der Maßnahme an beiden Standorten betroffen.
Letztendlich werden ca. 50% der Belegschaft durch diesen sogenannten Optimierungsprozess betroffen sein und erweckt den Anschein es würde mit der Wirtschaftskrise zusammen hängen. Das gesamte Programm ist auch in Zeiten einer Wirtschaftskrise nicht zu rechtfertigen.
Es kann doch nicht sein, dass vom Steuerzahler gezahlte Beiträge dazu verwendet werden im eigenen Land Stellenabbau zu betreiben und sich von Mitarbeiter zu trennen, um woanders billigere Arbeitskräfte einzustellen
und dies alles nur aus Profitgier. Dazu ist außerdem zu erwähnen, dass die Deutsche Post DHL in keiner Weise rote Zahlen schreibt, sondern im ersten Halbjahr fuhr der Konzern nach eigenen Angaben Gewinne im dreistelligen Millionenbereich ein. In anderen Konzernbereichen werden die Arbeitszeiten von Vollzeitmitarbeitern (z.B. Briefträgern) erhöht. Viele kleinere Standorte werden geschlossen und die Arbeit an günstigere Unternehmen vergeben.
Fazit: Die Deutsche Post DHL verkauft den Kunden einen qualitativ hochwertigen Service, spart oder entlässt aber fachkundiges und qualifiziertes Personal. Qualität kann man allerdings nur mit guten und qualitativ hochwertigen Mitarbeitern erreichen. Die Deutsche Post DHL scheint vergessen zu haben, dass ein Konzern sich auch durch die Mitarbeiter auszeichnet und auch von diesen getragen wird.
Die Unternehmen in Deutschland, die noch die soziale Bindung zum Mitarbeiter dem uneingeschränkten Kapitalismus vorziehen scheinen langsam in Deutschland auszusterben. Es sieht so aus, als ob die so genannten "Heuschrecken" nun auch aus Deutschland kommen.
DHL
18. August 2009 - 10:46 – Gast (geprüft von der Redaktion)Hallo Knallerhase
ein wahres Wort steht dort geschrieben.
Scharfzügig formuliert und eigentlich nur die
Wahrheit geschrieben.
Weiter so.
Gruss