Zum ersten Bericht der USA an die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen über die Lage der Menschenrechte erklärt der Menschenrechtsexperte der FDP-Bundestagsfraktion Pascal KOBER:
Der selbstkritische Bericht des US-Außenministeriums an die Vereinten Nationen über die Lage der Menschenrechte im eigenen Land ist ein wichtiges Signal und ein Bekenntnis zum Multilateralismus. Er stärkt die Glaubwürdigkeit der Menschenrechte weltweit und damit die Verhandlungsposition der USA und ihrer Verbündeten im internationalen Menschenrechtsdialog. Eines der Mutterländer von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hat auch als einzig verbleibende Supermacht seine Fähigkeit zur Selbstkritik in heiklen Fragen nicht eingebüßt.
Der Bericht nennt die anhaltende Diskriminierung von Minderheiten als besonderes Problem. Dies unterstreicht die Bedeutung der Menschenrechte in einem Land mit hoher ethnischer Diversität. Denn die Achtung der Rechte von Minderheiten ist eine unabdingbare Voraussetzung für den sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalt einer Nation.