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Es sieht nicht gut aus für die FDP

Eine Umfrage ergab, dass die Mitgliederzahlen der FDP schrumpfen. Aber auch für die anderen Parteien sieht es nicht rosig aus – nur die Piraten und die Grünen befinden sich im Wachstum:

Ergebnisse eine Umfrage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
Die Emnid-Umfrage wurde von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Umfrage mögen vielleicht mittlerweile keinen mehr so richtig wundern. So verloren im Jahr 2011 alle großen, deutschen Parteien Mitglieder. Nur die Grünen und die Piraten können sich über Zuwachs freuen. Die FDP musste den größten Mitgliederschwund hinnehmen. So traten innerhalb eines Jahres 5400 Parteimitglieder aus. Das sind acht Prozent und wie die Partei Ende 2011 bekannt gab, konnten sie zu diesem Zeitpunkt nur noch etwas mehr als 63 000 Mitglieder zählen.

SPD und CDU haben in etwa die gleiche Anzahl an Mitgliedern, die sich auf weniger als 500 000 belaufen. Die SPD konnte vor rund zwanzig Jahren noch rund eine Millionen Mitglieder zählen. Mittlerweile ist auch sie, wie auch die CDU, unter die 500 000 Grenze gerutscht. Die CDU verlor im vergangenen Jahr mehr als 15 000 Mitglieder.

Die noch sehr junge Partei der Piraten konnte 8 000 neue Mitglieder verbuchen. Anfang 2012 lag die Mitgliederzahl bei 20 000. Etwa 6000 neue Mitglieder bekamen die Grünen, die nun bei rund 59 000 Mitgliedern liegen.

Parteien im Wandel der Zeit
Der Geschäftsführer von dem Meinungsforschungsinstitut Emnid, Klaus Peter Schöppner, erklärt den Schwund von Mitgliedern damit, dass die Parteien an Attraktivität verloren haben. So wirken im Zuge der Europäisierung die Parteien recht machtlos. Der Bürger bekommt den Eindruck, dass Politiker nicht mehr viel bewegen könnten. Zusätzlich wird die Politik nicht mehr ausreichend genug verstanden.