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OnlinePresse.info: Den „Rekultivierungspreis 2010“ erhielt die Kies- und Sandwerk Klocksin GmbH & Co. KG. Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucher-schutz in Mecklenburg-Vorpommern übergab am 01.09.2010 in Klocksin die Urkunde. Mit diesem Preis werden besondere Leistungen im Rahmen der bergbaulichen Wiedernutzbarmachung beim Abbau von mineralischen Rohstoffen gewürdigt. Der Rekultivierungspreis für Mecklenburg-Vorpommern wurde 1998 erstmals vergeben. Er basiert auf einer Initiative des Wirtschaftsministeriums und des Arbeitskreises Rohstoffsicherung.
Sechs preiswürdige Tagebaue wurden in diesem Jahr vorgeschlagen und durch den Arbeitskreis Rohstoffsicherung besichtigt. Die Entscheidung traf eine Jury, welche aus Vertretern des Bergamtes Stralsund, dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, dem Geologischen Dienst und dem NABU Mecklenburg-Vorpommern bestand. Jurymitglied ist ebenfalls der Unternehmerverband Mineralischen Baustoffe UVMB e.V.(www.uvmb.de), welcher sich neben der Rohstoffsicherung auch intensiv mit den Themenfeldern Rekultivierung und Renaturierung auseinander setzt.
Im ausgezeichneten Tagebau Jabel Nordost wurden seit Anfang der 90er Jahre Sande und Kiessande über und im Grundwasser gewonnen. Mit dem Preis wurde die Herstellung einer Tagebaufolgelandschaft gewürdigt, die sich harmonisch in das Landschaftsbild einordnet und deren Wiedernutzbarmachung sich an Naturschutzzielen orientiert. Mit dem Rohstoffabbau wurden zwei Baggerseen und trockene Sukzessionsflächen auf Rohböden angelegt. Diese nährstoffarmen Sand- und Kiesböden, welche einer natürlichen biologischen Entwicklung überlassen werden, bilden wichtige Trittsteinbiotope. Dort können sich gefährdete Tier- und Pflanzengesellschaften ansiedeln, die in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft selten geworden bzw. vom Aussterben bedroht sind.
Der Tourismus spiele in Mecklenburg-Vorpommern eine sehr wichtige Rolle, sagte Till Backhaus. Die Pflege der Landschaft stehe an vorderster Stelle. Die Kies- und Sandwerk Klocksin GmbH & Co. KG sei ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Wirtschaft und Naturschutz eine erfolgreiche Einheit bilden können. Die Vorkommen Sand und Kies seien im ansonsten bodenschatzarmen Land ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Eine Verbesserung der langfristigen Vorsorge dieser wertvollen Rohstoffe mahnte UVMB-Geschäftsführer Gert-Dietrich Reuter an. Noch zu oft würden Lagerstätten durch konkurrierende Interessen wie Natur- und Landschaftsschutz blockiert. Eine langfristige Planungssicherheit von mehreren Jahrzehnten sei unbedingt notwendig. Das aktuelle Beteiligungsverfahren zum Regionalen Raumentwicklungsprogramm in der Planungsregion Mecklenburgische Seenplatte zeige dies sehr deutlich. Die prämierten Objekte verdeutlichen recht eindrucksvoll, dass Eingriffe in Natur und Landschaft zeitnah ausglichen und nach dem Abbau attraktive Natur- und Landschaftsräume wieder hergestellt werden können. Dass unter den Prämierten zwei Mitglieder des Unternehmerverbandes Mineralische Baustoffe (UMVB) e.V. vertreten sind, macht deutlich, dass der Gedanke des nachhaltigen Wirtschaftens in unserer Industrie längst angekommen ist und Pressemitteilungen „über Mondlandschaften nach dem Abbau“ letztlich nicht der gesellschaftlichen Wirklichkeit entsprechen.
Mit einer lobenden Erwähnung wurden die CEMEX Kies Hamburg GmbH & Co. KG, und die Nordkies GmbH ausgezeichnet.
Die CEMEX GmbH betreibe im Tagebau Zweedorf in vorbildlicher Weise aktiven Abbau und gleichzeitige Wiedernutzbarmachung, lautete die Begründung der Jury. So wurde ein Baggersee mit mehreren Inseln geschaffen, welche wertvolle Rückzugsbiotope für verschiedene Vogelarten bieten.
Die Nordkies GmbH habe nach der Gewinnung von Sanden und Kiesen für den Bau der Autobahn A20 im Tagebau Glasin Südost ebenfalls eine naturschutzorientierte Renaturierung betrieben. Dazu wurde eine sehr stark strukturierte Tagebaufolgelandschaft mit Trockenhängen und Kleingewässern geschaffen, die gefährdeten Arten Schutz bietet. So wurden beispielsweise „Lesesteinhaufen“ angelegt. Das sind künstlich angelegte Hügel aus faust- bis ballgroßen Steinen, welche wechselwarmen Amphibien und Reptilien, Vögeln und Kleinsäugern Wärmeinseln bieten. Die Steine speichern besonders im Frühjahr die Sonnenenergie und bieten den Tieren so die Möglichkeit, ihren Wärmehaushalt besser zu regulieren
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