Twitter hat jetzt die Nutzungsbedingungen angepaßt und diese beinhalten bei genauerem durchlesen gravierende Änderungen. So behält sich Twitter vor, zukünftig Werbung einzublenden, so wie es auf den meisten Portalen auch üblich ist. Der große Unterschied bei Twitter besteht jedoch darin, daß täglich Millionen von sogenannten "Tweets" bei Twitter neu hinzukommen und entsprechend Twitter über massenweise Seitenaufrufe verfügt.
Diese Umstellung dürfte Google wenig gefallen, denn wenn sich Twitter dafür entscheidet, Google Werbung durch das Google Werbenetzwerk Google Adwords zu buchen, so kommt es unmittelbar zu einem totalen Überangebot an Werbeeinblendungen. Google Adwords berechnet Unternehmen, die bei Google Adwords werben die Werbeanzeigen und Textwerbung per Klick, das heißt, je öfter ein Suchbegriff gebucht wird, desto teurer wird es. Im gleichen Zuge jedoch, je öfter ein Suchbegriff angezeigt wird, desto mehr sinkt es im Preis.
Dadurch kann es zu massiven Einblendungen von Suchbegriff-Werbung aus dem Google Adwords Programm geben, die demnach (Angebot und Nachfrage) die Preise drastisch senken.
So kann es demnach dazu kommen, daß ein guter Suchbegriff, der bisher zum Beispiel 2,40 Euro je Klick kostete, zukünftig auf 60 Cent je Klick fällt.
Dies kann jedoch der Vorteil von werbenden Unternehmen sein, da diese dann ihre Werbung weiteaus günstiger bei Google Adwords buchen können. Dazu gehen Werbekunden, die im Google Adwords Netzwerk ihre Textwerbung und Bannerwerbung buchen einfach in ihr Konto und setzen alle gebuchten Suchbegriffe auf einen Minimalwert. Täglich meldet Google Adwords, welche Suchbegriffe nicht mehr aktiv sind und auf welchen Preis der Suchbegriff erhöht werden muß. So erhöht man den einzelnen Klickpreis nur um den geforderten Wert, der jedoch deutlich unter dem bisherigen Wert liegen kann.
Unternehmen sparen dabei eine Menge Geld bei ihren Anzeigenkampagnen über das Google Adwords Netzwerk. Kurzfristig werden die Einnahmen bei Google Adwords für Google steigen, langfristig jedoch geht der durschnittliche Klickpreis nach unten.
Aber, Twitter kann sich auch für einen ganz anderen Werbepartner entscheiden, in diesem Fall wurde das Szenario auf Grund von Google Adwords dargestellt, da dies der größte Werbemarktplatz im Internet ist.
Daß Twitter Einzel-Werbung entgegen nimmt ist unwahrscheinlich, denn dies wäre ein immenser Aufwand und zudem wäre die Relevanz zu den einzelnen Tweets nicht gegeben. Jemand der über Hunde einen Tweet postet und deren Leser zu diesem Tweet interessieren sich schlicht nicht für Werbung die zum Beispiel über das Thema Wellness im Schwarzwald Hotel eingeblendet wird.