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Rösler will Arzneimittelkosten dauerhaft in den Griff bekommen

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Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) diskutierte am Mittwoch mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen die Preissenkungen und Stabilisierung der Arzneimittelpreise. Als nächstes werde man sich die Vorschläge der Industrie anhören. Anschließend wird das Gesundheitsministerium ein abgestimmtes Konzept vorlegen, um das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen, kündigte Rösler an.

Am Mittwoch hatte sich Gesundheitsminister Philipp Rösler mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen in Berlin getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Maßnahmen zur Preissenkung und Stabilisierung von Arzneimittelkosten.

Zu diesem Zweck hatten die Kassenvertreter eine Sparliste ausgearbeitet. Laut einer AOK-Studie könnten die Kassen beispielsweise ohne Qualitätseinbußen alleine bis zu 3,4 Milliarden Euro sparen, wenn Ärzte konsequent günstige Nachahmer-Präparate verschreiben würden. Der Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, Herbert Reichelt, schlug außerdem eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Medikamente von 19 auf sieben Prozent vor, wie es in anderen europäischen Ländern bereits Usus sei. Denkbar sei auch eine Entlastung der Kassen durch das Zugeständnis höherer Herstellerrabatte beim Arzneimitteleinkauf.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde kündigte der Gesundheitsminister eine sorgfältige Prüfung der Vorschläge an. Rösler betonte, es gehe um langfristige Maßnahmen insbesondere bei den hochinnovativen Arzneimitteln. "Hier geht es uns gemeinsam darum, für die Versicherten zu Preisstabilität zu kommen und Arzneimittelpreissenkungen durchzusetzen", sagte der Liberale.

Für die kommenden Wochen stehen unter anderem auch Gespräche mit der Industrie auf dem Plan. "Wir machen ernst. Es wird bei Pharma gespart, auch gegen Widerstände. Aber mit Vernunft", hatte Rösler in der "Bild" geäußert. "Wir werden uns auch dort die Vorschläge anhören und dann als Gesundheitsministerium ein abgestimmtes Konzept vorlegen, um Arzneimittelpreise dauerhaft in den Griff zu bekommen", so der Gesundheitsexperte.

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