Ein Quantensprung in der Rechenkapazität von Computern ist mit dem Super-Computer "Jugene" gelungen, der jetzt der schnellste Rechner in Europa ist. Dieser Supercomputer wird vor allem in der Wissenschaft und Forschung eingesetzt, um komplizierte und Daten-umfangreiche komplexe Berechnungen in kurzer Zeit durch zu führen.
Gegenüber einem herkömmlichen Computer rechnet der Supercomputer 25.000 mal schneller, eine Geschwindigkeit die für einen normalen Nutzer nicht erfassbar ist, jedoch in der Forschung und Wissenschaft ein wichtiger Meilenstein ist, da jetzt die Forschungsergebnisse wesentlicher schneller und mittelfristig damit auch kostensparender, erzeugt werden können.
Der Supercomputer steht im Forschungszentrum in Jülich. Mit 294.912 auf 850 MHz getakteten Power-PC-450-Kernen Quad-Core-Prozessoren schafft er es auf eine Spitzenleistung von 1 Petaflop und ist damit der erste europäische Petaflop Rechner.
Gehen wir in der Zeitgeschichte zurück, so erinnern wir uns an das Jahr 1941, als der elektromechanische Zuse Z3 knapp zwei Additionen pro Sekunde und damit 2 FLOPS schaffte.
Ein heute haushaltsüblicher Pentium-4-Prozessor bei einer Taktfrequenz von drei Gigahertz kann etwa sechs GigaFLOPS erreichen.
Der Supercomputer Earth Simulator mit 35,86 TFLOPS brauchte noch einen Platzbedarf von 3000 m² und 6000 kW, der folgende BlueGene/L für 280 TeraFLOPS nur 70 m² Fläche und und 1770 kW.