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Automatisierte Depalettierung von Schüttgütern in Säcken

Schüttgüter in Säcken sind schwierig zu handhaben. Falten oder Unebenheiten erschweren das automatisierte depalettieren. Zusammen mit seinem Systempartner HOLMATEC bietet Kawasaki Robotics hier innovative Lösungen.

Seit 1992 hat sich die HOLMATEC Maschinenbau GmbH aus Salzbergen bei Rheine auf Sonderlösungen in der Automatisierungstechnik spezialisiert. Gerade bei der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Anlagen für die Lebensmittel-, die chemische und pharmazeutische Industrie hat das Unternehmen sein Know How eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
In diesen Branchen sind die Rohstoffe zur Herstellung der endgültigen Produkte oft als Pulver oder Granulat in Säcken verpackt.
Um die Zufuhr dieser Rohstoffe in die Produktion zu automatisieren, wurde basierend auf Kawasaki Robotertechnik ein modulares System entwickelt, das sowohl die Gesundheit der Mitarbeiter schont, als auch die Effizienz der Produktion erheblich steigert.
Säcke mit Schüttgütern sind unberechenbar: bedingt durch den Transport oder Lagerzeiten können Mulden bis zu 80mm, Falten, Risse oder andere Beschädigungen in den Gebinden entstehen.
Daher ist es wichtig ein Werkzeug zu haben, das diese Unregelmäßigkeiten ausgleicht. So wurde zunächst ein Roboterkopf entwickelt, der mittels einer speziellen Vakuumtechnik zuverlässig die Säcke aufnimmt und durch ein Ansauggebläse auch den Staub von defekten Säcken absorbieren kann.

In Verbindung mit einem Palettengreifer, steht ein Tool zur Verfügung, das einen Werkzeugwechsel überflüssig macht.

„Es gibt kein Bier auf Hawaii“ wird in einem Karnevalsschlager behauptet. Tatsache aber ist, dass es keine Wiesen und Kühe und so auch keine Milchproduktion in Saudi Arabien gibt. Daher werden große Mengen Milchpulver in Säcken importiert, die mit Hilfe eines Kawasaki Roboters ZD 130 über eine Depalettieranlage auf ein Förderband und anschließend zu einer Sackaufreißanlage gelangen.

Die Anlage bewältigt bis zu 500 Säcke pro Stunde: Das bedeutet alle 7 Sekunden ein 25 Kg Sack, was einer Kapazität von ca. 15 Tonnen in der Stunde oder etwa
360 Tonnen pro Tag entspricht.

Die Anlage arbeitet ohne einen Lagenscanner, verschiedene Packschemata sind in der Robotersteuerung hinterlegt und werden über einen Touchscreen manuell gestartet.

Eine weitere Variante dieser Anlage wurde für die Depalettierung von Säcken für die chemische Industrie hergestellt. Diese Anlage ist mit einem Lagenscanner ausgestattet, der die Packbilder ohne Bedienereingriff erkennt.

Je nach Bedarf bietet das Anlagenkonzept weitere Optionen.
Hierzu zählen unter anderem die automatische Palettenzufuhr sowie die selektive Auswahl von unterschiedlichen Säcken, die vom Roboter genau in der Reihenfolge depalettiert werden, die zur Herstellung von z.B. speziellen Rezepturen notwendig ist.

„Die hohe Flexibilität und Vielseitigkeit des Kawasaki Roboters kommt bei dem Anlagenkonzept zum Tragen“, sagt HOLMATEC Geschäftsführer Heribert Große-Rechtien, „egal in welcher Konfiguration, als Aufgabenträger oder Dienstempfänger, der Palettierer von Kawasaki bleibt immer integrales Bestandteil der Anlage, eben „Einer für alles“.