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Hickhack um Kindergartenkinder-Transport

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Hickhack um Kindergartenkinder-Transport
Ein närrisches Treiben der besonderen Art

(wvi) Die Benachrichtigung der Gemeinde Friedewald an die Eltern der Kindergartenkinder in den Ortsteilen Hillartshausen, Lautenhausen und Motzfeld kam am letzten Wochenende wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Und es war kein Karnevalsgag! Bürgermeister Martin Gröll teilte den erstaunten Eltern per Brief (liegt der Redaktion vor) mit, daß ab Montag der Beförderungsunternehmer (Anm.d.Red.: Die Firma Taxi-Hebeler, Friedewald) die Fahrten zum und vom Kindergarten im Kernort einstellen würde, faktisch den Vertrag gekündigt hätte, die Gemeinde daran keine Schuld trüge und nach einer Lösung gesucht würde.

Hintergrund soll sein, daß Eltern Endes letzten Jahres die Gemeinde darauf aufmerksam gemacht haben, daß die Kinder im Kindergartenbus nicht mit Gurten oder auch durch geeignete Kindersitze gesichert werden, so wie es im § 21 der Straßenverkehrsordnung für Kleinbusse (1 bis 8 Personen) gefordert wird. Daraufhin hat die Gemeinde, so im Bürgermeisterschreiben zu lesen, den Unternehmer angeschrieben und aufgefordert, die vorgeschriebenen Rückhaltesysteme zu verwenden. Dies hatte die Vertragskündigung durch den Unternehmer Ende letzter Woche zur Folge.

Am vergangenen Sonntagnachmittag wurden wir von Betroffenen über den Sachverhalt informiert. Am Montag wurde uns dieser von einem "Insider" bestätigt, wobei auch zum Ausdruck kam, daß man seitens der Verwaltung bereits eine Lösung gefunden hätte und die Kinder ab Dienstag von einem anderen Unternehmen gefahren würden, was sich dann leider nicht bewahrheitete. Auch am Dienstag und Mittwoch dieser Woche warteten die betroffenen Eltern vergeblich auf eine Beförderung. Am Mittwochnachmittag ergaben unsere Recherchen, daß der Fahrbetrieb am Donnerstag wieder aufgenommen würde, was dann auch geschah. Allerdings fuhr kein neuer Unternehmer, sondern wie zuvor die Firma Taxi-Hebeler. Und dies mit einem ordnungsgemäß ausgerüstetem Fahrzeug.

Bürgermeister Martin Gröll, mit dem wir am Donnerstagvormittag über das Geschehen reden konnten, war froh, daß die "Kuh vom Eis" sei. "In einer Nacht- und Nebelaktion haben wir seitens der Gemeinde in enger Zusammenarbeit mit der Elternvertreterin, Frau Beck aus Lautenhausen, mit der Firma Taxi-Hebeler einen neuen Beförderungsvertrag zu etwas modifizierten Bedingungen hinsichtlich Vergütung und Kündigungsfrist erarbeitet und abgeschlossen, der nun zunächst einmal den täglichen Transport der Kindergartenkinder, der übrigens eine freiwillige Leistung der Gemeinde Friedewald ist, sichert. Aufgrund des Vorgefallenen werden wir aber in Kürze eine offizielle Ausschreibung starten und damit die Gewährleistung des Transports auf eine neue Basis stellen." Der alte Vertrag mit der Firma Taxi-Hebeler bestand seit 1999 und soll, nach uns zugetragenen Informationen, mehr oder weniger eine lockere Vereinbarung gewesen sein, die dem Unternehmen die tägliche Kündigung ermöglichte.

Sei es wie es sei! Die Kuh ist vom Eis! Hauptsache ist, daß unsere jüngsten Mitbürger wieder pünktlich und sicher zum Kindergarten und zurück ins Elternhaus gebracht werden.

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