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FT: Kommentar zu Schavan/Plagiatsvorwurf

Flensburg (ots) - Nun sieht sich also auch
Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan Plagiatsvorwürfen
ausgesetzt. Ausgerechnet die höchste Hüterin der Wissenschaft in
Deutschland soll in ihrer Dissertation vor 32 Jahren an mehreren
Stellen abgeschrieben haben, ohne die Quellen ausreichend zu
benennen. Sollten die Vorwürfe zutreffen, könnte die CDU-Politikerin
Doktortitel und Ministeramt verlieren. Aber Vorsicht vor voreiligen
Schlussfolgerungen! Beschuldigt wird Schavan von einem anonymen
Blogger. Das macht die Geschichte anrüchig. Wie schnell man im
Internet - auch unschuldig - an den Pranger gestellt werden kann,
davon wissen mittlerweile unzählige Menschen ein Lied zu singen. Und
so ist es lobenswert, dass Schavan zunächst einmal selbst vom
politischen Gegner Beistand erfährt. Zu Recht prangert die
Vorsitzende des Bundestags-Bildungsausschusses, Ulla Burchardt (SPD),
das anonyme Vorgehen des Bloggers als "Brunnenvergiftung in der
Wissenschaft wie in der Politik" an. Solche Diffamierer kann die
Gesellschaft ebenso wenig ertragen wie Politiker, die das Volk mit
einem ergaunerten Doktortitel hinters Licht führen.

Pressekontakt:
Flensburger Tageblatt
Stephan Richter
Telefon: 0461 808-1060
redaktion@shz.de

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