Nachrichtendienst mit Presseportal zu Tagesthemen
Nachrichten und Pressemitteilungen
 

Vorläufiges amtliches Endergebnis Landtagswahl Schleswig-Holstein 2012

Bild von Denker

Knapper kann ein Wahlergebnis bei einer Landtagswahl kaum sein, die CDU und die SPD rangieren fast gleich auf bei der Gunst der Wähler. Das vorläufige amtliche Endergebnis der Landtagswahl in Schleswig-Holstein lässt die Regierungsfrage offen, beide Parteien wollen regieren:

Die CDU erhielt 30,8% mit ihrem Spitzenkandidaten Jost de Jager, die SPD erhielt mit Torsten Albig 30,4% der Stimmen. Beide Parteien haben somit 22 Sitze im neuen Landtag und beanspruchen den Regierungsauftrag.

Zulegen konnte vor allem die SPD von vorher 25,4% hat diese jetzt 5% mehr Stimmen bei den Wählern gewinnen können.

Die Grünen bekamen 13,2% der Stimmen und konnten somit ebenso um 0,8% mehr Stimmen gegenüber der Landtagswahl 2009 gewinnen.

Die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki bekamen 8,2% der Stimmen, dies ist zwar gegenüber der letzten Landtagswahl in Schleswig-Holstein ein Verlust von 6,7%, jedoch nach den letzten Landtagswahlen in anderen Bundesländern ein doch recht respektables Ergebnis.

Die Piraten haben erwartungsgemäß gut an Stimmen gewinnen können und bekamen 8,2% der Stimmen.

Die Linken haben den Einzug in den Landtag nicht mehr geschafft und stürzten ab auf 2,2% (letzte Landtagswahl 6%), somit verloren die Linken 3,8% Stimmenanteil.

Der SSW hat 4,6% der Stimmen erhalten, für den SSW gilt die 5-Prozent-Klausel nicht und der SSW ist somit weiter im Landtag vertreten. (Veränderung 0,3%).

Die Wahlbeteiligung allerdings war bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein mit rund 60 Prozent sehr niedrig.

Wer die Regierung stellen wird ist indess noch offen, da die führenden Parteien von CDU und SPD die gleichen Sitze im Landtag erhalten. Um zu regieren ist es nötig 35 Sitze im Landtag zu vereinen.

Dies ist möglich durch eine große Koalition zwischen CDU und SPD. Genauso könnte aber auch die SPD mit den Grünen und dem SSW regieren. Die Kombination "Jamaika" zwischen CDU, Grünen und FDP indess ist ausgeschlossen, da die Grünen diesem Bündnis bereits eine Absage erteilt haben.

Auch bei einer großen Koalition zwischen CDU und SPD bleibt die Frage offen, welche Partei den Ministerpräsidenten stellt, denn beide Parteien haben die gleiche Anzahl an Sitzen im Landtag, auch wenn die CDU 0,4% mehr Stimmen erhielt. Die CDU möchte Jost de Jager als Ministerpräsidenten stellen, die SPD Torsten Albig.