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Social TV – Deutschland steckt noch in den Kinderschuhen

Im den vereinigten Staaten ist Social TV schon fast selbstverständlich und die Medienexperten sagen eine grundlegende Veränderung des Fernsehens voraus. Deutschland steckt dabei noch in den Kinderschuhen. Einige Sender probieren nun die Einbindung der sozialen Medien aus.

Twitter, Facebook und Google+ werden in Zukunft Teil des Fernsehens sein. In Amerika und in Großbritannien ist dies bereits schon beinahe Alltag. Auf dem Bildschirm sind dort Hashtags zu sehen und die Zuschauer können via Twitter oder Facebook positive oder auch negative Kritiken zu Sendungen und Moderatoren abgeben. Marketingstrategen bauen auf die Einbindung der sozialen Netzwerke. Auf diese Weise werden Zuschauer an Sendungen im Fernsehen mehr gebunden. Der Fernsehzuschauer wird also in Zukunft nicht mehr passiv auf dem Sofa sitzen, sondern aktiv mitwirken können.

Wie Studien zeigten, entscheidet sich besonders die jüngere Generation eher für den Austausch in sozialen Netzwerken und gegen das reine, passive Fernsehgucken. Etwa jeder zweite Fernsehzuschauer im Alter zwischen 20 und 39 Jahren surft im Internet, während das TV-Gerät läuft. Ungefähr zwei Drittel dieser Parallelnutzer suchen nach Hintergrundinformationen über die Sendungen mittels Tablet-PC oder Smartphone.

Die Sendung "The Voice of Germany" hat sich mit den Aktivitäten im Social-Media-Bereich profiliert. Nach nur wenigen Tagen konnten die Macher der Sendung über 300 000 Facebook-Fans vorweisen und rund 47 000 Twitter-Follower verbuchen. Bei dieser Sendung wurden Hashtags eingeblendet und Chats zwischen Kandidaten und Jury geführt. Während der Show konnten die Fernseh-Zuschauer die Tweets lesen und an Gewinnspielen teilnehmen.

Die Macher vom "Tatort" offerieren am Sonntag, dem 13. Mai, den Fernsehzuschauern die Option Ermittler zu werden. Mittels Twitter und Facebook können die Zuschauer nach dem Tatort aus Ludwigshafen eine offen gebliebene Frage lösen. Ab Montag dem 14. Mai wartet der Bayrische Rundfunk mit der "rundshow" auf. Zu dieser täglichen Sendung gehört eine Onlineplattform, in der die Mitglieder der Community Themen kommentieren, kritisieren oder auch auswählen können. Der Moderator dieser Liveshow ist Richard Gutjahr, der auch gleichzeitig als Blogger aktiv ist.

Gescheitert am Versuch ins Social-TV einzusteigen ist Thomas Gottschalk mit seiner Sendung "Gottschalk" und Harald Schmidt lehnte dieses innovative Konzept von vorneherein ab.