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Gottesdienst über Twitter

Gottesdienste könnten in Zukunft wieder mehr Zulauf haben, wenn Kirchengemeinden dem Beispiel einer evangelischen Gemeinde aus Frankfurt folgen.

Die Versöhnungsgemeinde aus Frankfurt dockte seinen Gottesdienst an Twitter an. Verangenen Sonntag waren auf einer Leinwand neben dem Altar die Hashtags der Teilnehmer aus der virtuellen Welt zu lesen. Dadurch wird Gottesdienst lebendiger und attraktiver, denn die Tweets sorgen für ein Miteinander, das zumindest in der Kirche relativ neu ist.

Ein Gottesdienst-Teilnehmer twitterte beispielsweise, dass er für Eintracht Frankfurt beten würde. Heiko Kuschel, der Pfarrer, antwortete darauf, dass er ein Gebet für den FCN einlegen werde.

Die Twitterer konnten sich ebenfalls an den Liedern beteiligen und mitsingen. Man musste nur einem Link folgen, der aus der Versöhnungsgemeinde getwittert wurde und schon gelang man auf eine Webseite, auf der die Texte für die Lieder standen. Ein Teilnahmer nahm ein Lied auf und die Twitterer konnten es über die Soundcloud mithören.

Die sozialen Netzwerke könnten einen wesentlichen Beitrag leisten, um wieder mehr Menschen zum Gottesdienst zu bewegen. Auch die katholische Kirche nutzt Twitter für Mitteilungen. Am ersten April organisierte ein katholischer Priester aus Köln den ersten Gottesdienst über Facebook.

Die meisten Teilnehmer sind von dieser Art Gottesdienst begeistert. Sie können aktiv am Geschehen teilnehmen und sich auch einbringen. So diskutierten Mitglieder der evangelischen Kirche bei einem Barcamp über neue Arten der Ausübung von Religion. Daraufhin wurde der Twitter-Gottesdienst ausprobiert.