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Heimische Biber in Bayern bedroht

In dieser Woche beschäftigt sich das lokale Online-Magazin inserata-bavaria.de aus gegebenem Anlass mit dem Thema Tierschutz.

Bei dem Thema denken die meisten Leute zunächst an Tiger und Elefanten oder andere Tiere auf fernen Kontinenten. Bei dem Tier, um das es heute geht, handelt es sich keineswegs um ein exotisches Tier. In Bayern sind seit einiger Zeit die heimischen Biber bedroht.

Deshalb hat sie das bayrische Umweltministerium unter Schutz gestellt. Wenn es nach Umweltminister Marcel Huber geht, soll dieser Schutz zumindest in bestimmten Landschaftsbereichen bald aufgehoben werden. Dann wäre die Jagd auf das heimische Tier freigegeben, was die Umweltverbände und Tierschutzverbände empört.

Besonders verärgert sind die Naturschützer über ein Schreiben des Umweltministeriums an die Gemeinden. Dort heißt es, in den besonders bedrohten Gebieten sollen die Biber entnommen werden.

Bisher waren diese Gebiete, in denen der Biber frei erlegt werden konnte, auf Kläranlagen, Wasserkraftwerke, Stauwehren sowie Hochwasserdämme begrenzt. Jetzt zählen auch die Gebiete rundum Fischteiche, Be- oder Entwässerungsgräben und Straßen zu den Tabuzonen. In diesen Bereichen waren zuvor noch Einzelgenehmigungen einzuholen, falls man einen Biber beseitigen wollte.

Mit diesen Maßnahmen will der Umweltminister den Bauern und Teichwirten entgegen kommen, die über zunehmende Schäden durch Biberbefall klagen. Jedes Jahr sind deshalb Ausgleichszahlungen vom Ministerium an die Bauern und Teichwirte zu zahlen.

Die Hinweise auf Biberschäden und damit auch die daran hängenden Zahlungen sind von 2010 bis 2011 um 200.000 Euro gestiegen. Diese dramatische Zunahme der Schäden können sich Experten nicht erklären.

In der letzten Zeit ist die Zahl der Biber nicht angestiegen. Im Gegenteil, sie ist seit Jahren konstant.

Es gibt dennoch immer mehr Beschwerden über die Nagetiere. Sie stauen Bäche und Gräben an, bis diese Felder überfluten. Sie unterhöhlen ganze Felder und sorgen mit ihren Gräben dafür, dass schwere Maschinen abstürzen.

Ob die Biber daran schuld sind oder nicht, wird nicht geklärt. Solche Beschwerden erreichen einen Kampagnencharakter und nehmen keine Rücksicht auf den Umweltschutz.

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