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Uefa-Chef lehnt auch in Zukunft Mindeststandard für Menschenrechte bei Bewerbungen ab

Philipp Lahm forderte vor kurzem die Uefa auf, sich zu den Menschenrechtsfragen in der Ukraine zu äußern. Michel Platini, der Uefa-Chef, lässt sich jedoch von dem Kapität der Nationalmannschaft nichts vorschreiben.

Nach wochenlanger Diskussion über die Menschenrechte in der ehemaligen Sowjetrepublik mischt sich nun der Uefa-Chef ein. Er verteidigte den Verband und wies Lahm's Forderung zurück. Ihm sei es egal, was Herr Lahm von ihm fordere. Schließlich sei er nicht der Kapität des Verbandes. Der Franzose Michel Platini möchte auch zukünftig die politischen Erwägungen bei Bewerbungen außen vor lassen. Zudem lehnt er es ab, einen Mindeststandard für Menschenrechte einzubringen. Der 56-jährige hatte sich nach langem Schweigen jetzt zu den Debatten um die Ukraine als EM-Land geäußert. Er ist der Meinung, dass jeder seine Aufgaben zu erfüllen hat und er für den Fußball zuständig sei, nicht aber für die Politik. So möchte sich die Uefa auch in Zukunft weiterhin nicht in die politischen Entscheidungen des jeweiligen EM-Landes einmischen.

Lahm hatte Kritik am Umgang mit der inhaftierten Julija Timoschenko geübt. Wie der Uefa-Chef nun aussagte, habe er die ukrainische Regierung auf diese Sorge aufmerksam gemacht, doch diese wiesen darauf hin, das es nicht im Zuständigkeitsbereich der Uefa läge.

Michel Platini wirft zudem einigen Politikern vor, sich unglaubwürdig zu verhalten. Laut Uefa-Chef würden nun genau die Politiker der EM fernbleiben wollen, die sich vor einigen Jahren über die Öffnung der Ukraine und Polen gefreut haben.