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Der Helfer der CIA im Fall Osama Bin Laden wurde in Pakistan verurteilt

Shakil Afridi hat durch gesammeltes Genmaterial den Vereinigten Staaten bei der Aufspürung von Osama Bin Laden geholfen. Nun wurde der etwa fünfzig Jahre alte Arzt zu einer Freiheitsstrafe von 33 Jahren verurteilt.

Der pakistanische Geheimdienst hielt Shakil Afridi bereits seit rund einem Jahr gefangen. Er hatte dabei geholfen, Osama Bin Laden aufzuspüren. Die Sicherheitsbehörden von Pakistan wollten den Helfer der CIA wegen Hochverrat verurteilen. Schlimmstenfalls sollte er gehängt werden. Hingerichtet wird der Arzt zwar nicht, aber er wurde am vergangenen Mittwoch zu 33 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem muss er umgerechnet etwa 2750 Euro Strafe zahlen. Falls er diese Summe nicht aufbringen kann, wird die Haftstrafe dreieinhalb Jahre länger ausfallen. Nach der Verurteilung wurde Afridi nach Peschawar ins Zentralgefängnis verlegt. Von der Todesstrafe wurde er deshalb verschont, da er nicht nach pakistanischem Gesetz, sondern nach einem Gesetz der Kolonialzeit Britanniens verurteilt wurde.

Der Mediziner leitete ein Impfprogramm und konnte dadurch DNA-Spuren sammeln. Mit diesem Genmaterial konnte herausgefunden werden, ob es sich in Abbottabad tatsächich um Osama Bin Laden handelte. Durch eine vorgetäuschte Impfaktion konnten Helfer zum Haus gelangen, in denen sich der Chef der Al-Quaida aufhielt. Afridi war eigentlich für die Stammesgebiete von Khyber zuständig. Der pakistanische Geheimdienst fand heraus, dass der Amtsarzt für den CIA arbeitete und verhaftete ihn gemeinsam mit weiteren Helfern zwei Wochen nach Bin Ladens Tod.

Die Vereinigten Staaten setzten sich mehrmals für die Freilassung von Shakil Afridi ein. Zudem stellte ihm die USA in Aussicht, die amerikanische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Leon Panetta, Verteidiungsminister der USA, kritisierte das Vorgehen Pakistans. Schließlich habe Afridi bei der Bekämpfung des Terrorismus geholfen.