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Das zeitliche Ziel der Energiewende wird in Frage gestellt

Bild von Denker

Immer mehr Politiker glauben nicht mehr daran, dass die Energie-Wende auch zeitlich eingehalten werden kann. Die Entwicklung der Energiewende sei zeitlich zu eng eingeschätzt worden:

Der neue Umweltminister Altmaier muss ich um die Umsetzung der Energiewende kümmern, die nach dem Atomunfall von Fukushima beschlossen wurde. Natürlich wurde der Atomausstieg sehr schnell von der Bundeskanzlerin Angela Merkel beschlossen - das Volk wollte es so und die Mehrheit der Bevölkerung - nicht nur in Deutschland - wollen das "Restrisiko" von Atomkraftwerken nicht mehr tragen.

Michael Fuchs von der CDU äußerst sich jetzt dazu, dass die Energiewende nicht zu Ende gedacht sei, der Umschwung könnte zeitlich sehr eng werden. Es ist auch nicht sinnvoll dann von anderen Ländern in Europa ersatzweise Atomstrom einzukaufen. Vielmehr muss der Ausbau von Kohlekraftwerken und Gaskraftwerken für Ersatz sorgen. Ob dies gelingt wird mittlerweile von immer mehr Politikern in Frage gestellt.

Cem Özdemir von den Grünen sieht das Problem wo ganz anders, nämlich bei den Union-Politikern selber. Cem Özdemir ist der Meinung, dass die Union-Politiker selber nicht daran glauben und dadurch die Energiewende auch nicht zügig genug vorantreiben. Zudem täten sich Union-Politiker sichtbar schwer, sich gegen die Kohle- und Atomlobby durchzusetzen, dies könnte zu unnötigen Verzögerungen führen.

Werner Wenning von EON klagt indess darüber, dass die durchgesetzte Energiewende der größte Eingriff in die Wirtschaft von der Politik sei. Dabei sei die Wertschöpfungskette der Industrie nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Es ist tatsächlich so, dass die Kosten für die Energiewende zunächst die Wirtschaft und Energiekonzerne tragen müssen, vor allem auch in ursprünglich nicht geplante Investitionen, die solange vorgeschossen werden müssen, bis diese durch die Energiekosten auf die Bürger umgewälzt werden können. Letztlich zahlt der Bürger die Energiewende, die Mehrheit der Bürger ist damit auch einverstanden, diese werden aber allzu schnelle Preiserhöhungen nicht mitmachen wollen.

Nach dem Rauswurf vom Umweltminister Norbert Röttgen, der die Energiewende meistern sollte, hat jetzt Angela Merkel Peter Altmaier eingesetzt. Die Grünen allerdings sind hier sehr kritisch, dass die Umsetzungen auch schnell genug voran gehen, um das zeitliche Ziel auch erreichen zu können.

Tatsächlich ist es so, dass seit der Entscheidung sehr viel in Puncto "erneuerbare Energie" passiert ist, allerdings gehört zur erneuerbaren Energie auch die Versorgungssicherheit, denn die erneuerbare Energie selbst ist nicht flexibel genug Stromspitzen aufzufangen, da es noch ein Speicherproblem von Strom gibt, das dies lösen könnte.

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Im Bezug auf die

Im Bezug auf die Bundestagswahl 2013 tut Angela Merkel sehr gut daran, die Energiewende kräftig voranzutreiben und zwar mit faktischen nachweisbaren Ergebnissen. Die Energiewende ist "der" Wunsch der Bürger und das sowohl zeitlich als auch von den eigenen Energiekosten.

Sollten keine wirklich standhaften Ergebnisse vorgelegt werden können, so ist es nur logisch, dass die Grünen wieder an die Regierung kommen müssen, um hier einen kräftigen Vorschub in die Wege leiten zu können.

Die CDU könnte so "grüne CDU-Wähler" an die Grünen verlieren, die zumindenstens "vorrübergehend" grün wählen, damit die Energiewende vorankommt.

Eines ist sicher, je knapper der Termin wird, desto teurer sind die Lösungen, alles was Zeit hat kann man entsprechend günstiger kalkulieren. Alles was zu knapp "überhastet" wird - wird einfach extrem teuer.

Energiewende ja, aber mit Planung und entsprechender Kostensteigerung, die mäßig ausfällt. Noch haben wir die Zeit für Planungen...