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Viele Deutsche werden in nächster Zukunft erben

Laut einer Studie der Postbank werden sich viele Deutsche in naher Zukunft auf eine Erbschaft freuen können. Dabei wächst die Anzahl der großen Erbschaften.

Der Geldsegen wird vor allem in Form von geerbten Immobilien auf viele deutsche Bürger fallen. Die Postbank stellte durch eine Studie fest, dass die Erbmassen in den kommenden Jahren sehr zunehmen werden. Der Vertriebsvorstand Michael Meyer sagte, dass sich das Volumen der Erbmassen auf ein neues Niveau erhöhen wird. Bei zwei von drei Erbschaften wird es um Immobilien oder Grundstücke gehen. Wie Meyer aussagte, können doppelt so viele Menschen mit einem Erbe einer Immobilie rechnen wie bisher.

Dafür werden sich die Erbschaften von kleinen Barbeträgen bis zu 25 000 Euro reduzieren. Dagegen werden die Nachlässe ab einer Höhe von 100 000 Euro um zirka fünfzig Prozent ansteigen.

Der größte Teil der Erblasser lebt in Ortschaften, die unter 20 000 Einwohner zählen oder sie sind Beamte, verheiratet oder selbstständig. Die Postbank erklärt sich damit auch die hohe Zahl an Immobilien, die vererbt werden, da zu diesen Personengruppen die meisten Immobilienbesitzer gehören. Von zehn Besitzern einer Immobilie planen acht ihr Hab und Gut zu vererben. Dabei nimmt Bayern den größten Anteil ein.

Drei Viertel der Erbschaften werden an die Kinder gehen. 37 Prozent möchten ihren Ehegatten als Erben einsetzen. Andere planen, ihr Erbe den Enkeln, Lebenspartnern oder Geschwistern zu überlassen. Laut Studie wird bei jedem zweiten Testament der Ehegatte als Alleinerbe eingesetzt. Die meisten Erblasser handeln nach dem Motiv der Versorgung von Angehörigen. Das zweit stärkste Motiv ist der Wunsch, anderen Menschen Freude zu bereiten.

So sehr sich auch über eine Erbschaft gefreut wird, ist sie oftmals der Grund für einen Streit. In siebzehn Prozent der Erbschaftsfälle sorgte das Ereignis für Streitigkeiten zwischen den Erben. Wie durch die Studie herausgefunden werden konnte, gehen die meisten Erblasser davon aus, dass die Erbmasse kein Grund zum Zank gebe. Dabei rechnen rund 26 Prozent der möglichen Erben mit einem Streit um die Erbschaft.

Michael Meyer sieht einen Mangel in der Kommunikation zwischen Erblasser und Erbe. Mehr als fünfzig Prozent der Menschen, die Vererbungspläne haben, sprachen mit ihren Erben nicht über dieses Vorhaben.