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Erste ambulante Hysterektomie in Bremen - Gebärmutterentfernung

Bild von Atelier Avanti

Interview

Fariba Vadoudi ist Gynäkologin und praktiziert als niedergelassene Ärztin im Bremer Viertel. Neben dem Praxisalltag führt die dreifache Mutter zweimal die Woche ambulante Operationen im ambulanten OP-Zentrum „ap anästhesie Praxis“, vis á vis der Uinversität, durch. Dabei liegt der medizinische Schwerpunkt in der minimal invasiven Chirurgie. Während der Zeit als Oberärztin am Diako Bremen hat die gebürtige Iranerin, 2008 die MIC III Zertifizierung erworben. Diese wird von der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie vergeben. Nach der Zeit als Oberärztin am Diako Bremen war sie als Chefärztin am German medical Center in Kuwait tätig. Wo Sie weitere Operationen, gerade auch in der ambulanten Durchführung einer subtotalen und totalen laparoskopischen Hysterektomie (Gebärmutterentfernung), durchführte. Als einzige Frauenärztin in Bremen führt Frau Vadoudi die subtotale und totale Hysterektomie ambulant durch.

Von der Gesamtanzahl der notwendigen Operationen in der Gynäkologie – wie viele könnten heute ambulant durchgeführt werden?
Fariba Vadoudi: Die Verfahren der minimal invasiven Chirurgie sind schon länger auch in der Gynäkologie angekommen. Sie geben Ärzten heute neue Möglichkeiten und bedeuten für den Patienten schnellere Heilungsprozesse. 70 – 75% der Operationen lassen sich heutzutage ambulant durchführen. Dadurch kann die Patientin schneller in gewohnter Atmosphäre genesen.

Welche Eingriffe bilden einen Schwerpunkt bei den ambulanten Operationen?
Fariba Vadoudi: Die endoskopisch minimal invasive Chirurgie bildet einen Schwerpunkt in diesem Feld. Das Operationsverfahren, mithilfe des Endoskops, wird heute sowohl diagnostisch als auch operativ verwendet. In der Infertilitätstherapie wird eine endoskopische Untersuchung oft für eine sichere Diagnostik angewendet. Es besteht hierbei die Möglichkeit gleichzeitig diagnostisch und therapeutisch zu arbeiten. Während des Eingriffs kann z.B. eine mögliche Verwachsung sofort entfernt werden, die der Auslöser für die Unfruchtbarkeit war.

Im Bereich der Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) gibt es verschiedenen Verfahren, welches nutzen Sie?
Fariba Vadoudi: Das ist natürlich von der Erkrankung abhängig, aber ich habe heute die Möglichkeit mittels der Laparoskopie eine subtotale oder totale Entfernung der Gebärmutter vorzunehmen. Es gibt dabei verschiedene Verfahren. Die Durchführung einer subtotal oder totalen Hysterektomie hat oft mit der individuellen Patientenvorgeschichte zu tun. Eine Indikation für eine totale Hysterektomie liegt beispielsweise bei einer langfristigen Vorerkrankung oder bei der Feststellung einer Veränderung beim zytologischen Abstrich vor. Zudem besteht die Möglichkeit dass die Patientin sich im Vorfeld für eine totale Gebärmutterentfernung entscheidet.
Subtotale Hysterektomie
Dabei wird der Gebärmutterkörper laparoskopisch entfernt und der Gebärmutterhals bleibt erhalten. Das gesunde Organ muss nicht entfernt werden und der Beckenboden wird gestärkt, bzw. einer Inkontinenz wird entgegengewirkt.
Totale Hysterektomie
Dabei wird sowohl der Gebärmutterkörper als auch der Gebärmutterhals mithilfe der Laparoskopie entfernt.
Mir ist es möglich diese Operationen ambulant durchzuführen, so dass die Patientin bereits kurze Zeit nach der Operation zu Hause genesen kann. Sollte es von der Patientin gewünscht werden, bietet die „ap anästhesie praxis“ meinen Patientinnen die Möglichkeit, 24 Stunden postoperativ überwacht zu werden.

Sie haben als erste und einzige Ärztin in Bremen eine subtotale Hysterektomie ambulant durchgeführt, welche Erfahrungen haben Sie mit der ambulanten Durchführung gemacht?
Fariba Vadoudi: Bereits in der Vergangenheit habe ich sehr positive Erfahrungen mit der Durchführung einer laparoskopischen subtotalen Hysterektomie gemacht. Frauen die keinen Kinderwunsch mehr haben, aber unter starken therapieresistenten Blutungsstörungen litten, konnten nach der Operation mit einem neuen Lebensgefühl in den Alltag starten. Zudem hat der Erhalt des Gebärmutterhalses einen positiven Effekt auf den Beckenboden und das Sexualverhalten der Frau. Als Ärztin ist es wichtig das Wohl des Patienten nie aus den Augen zu verlieren und alle Möglichkeiten abzuwiegen. Eine ambulante Operation kann Beschwerden lindern und Frauen von ihren schwerwiegenden Beschwerden befreien.

Wie ist Ihr persönliches Fazit zum Thema ambulante Operationen
Fariba Vadoudi: Die ambulante Durchführung ist eine gute und sichere Alternative zur stationären Operation oder einem Bauchschnitt. Natürlich hängt die Entscheidung darüber auch immer von der jeweiligen Erkrankung der Patientin ab. Die Risikofaktoren werden bei der ambulanten Durchführung durch einen Arzt der jahrelange Erfahrungen in der Laparoskopie hat, minimiert. Narben sind kaum noch sichtbar und die Rehabilitationszeit verkürzt sich. Die Patientinnen haben die Möglichkeit zu Hause in gewohnter Umgebung zu genesen.

Infos über Fariba Vadoudi finden Sie auf http://www.vadoudi.de
Frauenärztin in Bremen