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Aus für Schlecker: Mehr als 13 000 neue Arbeitslose

Die 13 200 Mitarbeit der Drogeriekette Schlecker verlieren ihren Arbeitsplatz. Der Ausschuss der Gläubiger stimmte für die Abwicklung.

Das im Jahre 1975 gegründete Unternehmen Schlecker schließt nun seine Filialen. Die Beschäftigen hofften zwar auf eine positive Wende, doch seit Heute steht fest, dass Schlecker zerschlagen wird. Wie Arndt Geiwitz als Insolvenzverwalter mitteilte, sahen die Gläubiger keine Chance mehr in einer Weiterführung oder Veräußerung der Drogeriekette. Die Angebote der Interessenten waren unakzeptabel. Geiwitz betont, dass er diese Entscheidung wegen der Beschäftigen sehr bedauert. Gemeinsam mit dem Betriebsrat soll nun eine Verhandlung über einen Sozialplan für die Mitarbeiter, die noch in diesem Monat ihre Kündigung erhalten, folgen.

Der Ausverkauf in den rund 2800 Schlecker-Filialen soll schon bald starten. Der Insolvenzverwalter möchte ebenso die Veräußerung der Auslandsfilialen vorantreiben. Die insgesamt 5090 Beschäftigten bei Ihr Platz und Schlecker XL dürfen optimistisch in die Zukunft blicken, denn diese Tochtergesellschaften sollen bestehen bleiben.

Arndt Geiwitz sieht den Grund für den gescheiterten Sanierungsplan in schlechten Lieferantenbedingungen und zu hohen Kosten für das Personal. Investoren schreckten zudem durch die über 4000 Kündigungsschutzklagen zurück.

Durch den Aufruf von Ver.di soll heute Nachmittag eine Demonstration und eine Kundgebung der Schlecker-Mitarbeiter in Berlin stattfinden. Frank Bsirske, Chef der Gewerkschaft, wird als Redner vor dem Kanzleramt erwartet.