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Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrer zwecks besserer Sprachförderung

Wie eine Umfrage ergab, unterrichten mehr als 70 Prozent der Lehrer in Schulklassen, in denen ein erhöhter Förderbedarf in der Sprache besteht. Auf diese schwierige Unterichtssituation fühlen sich jedoch rund 66 Prozent der Lehrkräfte nicht ausreichend vorbereitet.

Lehrer sind zunehmend überfordert, weil die Schüler ein schlechtes Deutsch reden. Ein geregelter Unterricht ist dann kaum möglich, da die Lehrkräfte auf solche Situationen im Unterricht im Studium nicht vorbereitet werden. Nun sollen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Lehrer bereitstehen, damit die Lehrer die Sprachförderung der Schüler optimaler angehen können. Die meisten Lehrer sind bereit, an diesen Weiterbildungen teilzunehmen, denn in den Ballungszentren dominieren die sprachlichen Probleme den Unterricht. Dadurch erhöht sich der Druck auf die Schüler und Lehrer immer mehr. Wie Ties Rabe, Präsident der Konferenz des Kultusministeriums, meint, sei eine Bildungslaufbahn durch das Missverständnis zwischen Lehrer und Schüler zum Scheitern verurteilt. Das Sprachvermögen müsse also auf nachhaltige Weise und in jeder Schulform und Klassenstufe vermittelt werden.

Die Umfrage wurde vom Mercator-Institut für Sprachförderung in Auftrag gegeben. Dieses neue Institut wurde in Gemeinschaftsarbeit durch die Universität Köln und der privaten Stiftung Mercator gegründet. Das Institut bietet Ausbildungen für Lehrer an, damit sie sich nötige Fähigkeiten und Kenntnisse aneignen können, um zukünftig besser mit den Sprachbarrieren in Schulklassen umzuehen. Von den 512 befragten Lehrern wünschten sich 48 Prozent eine Unterstützung von Sprachförderkräften, die dafür spezielle Qualifikationen besitzen.

Die Sprachförderung soll im Regelunterricht eingebaut werden. Laut Ties Rabe sind nicht nur Schüler vom Förderbedarf betroffen, die ihre Wurzeln im Ausland haben, sondern auch andere Schüler haben Sprachprobleme, die meistens ihre Begründung im sozialen Umfeld finden.