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Facebook tüftelt an Zugangsmöglichkeiten ins Netzwerk für Kids

Obwohl Facebook Kindern keine Erlaubnis erteilt, Mitglied zu werden, benutzen laut Studienergebnissen mehr als sieben Millionen Kids unter dreizehn Jahren dieses Netzwerk. Jetzt tüftelt Facebook an Zugangsoptionen für Kinder unter dreizehn Jahren.

Das Konzept von Facebook soll jungen Usern die Möglichkeit geben, Teil des sozialen Netzwerkes zu werden. Dabei soll nicht gegen die Datenschutzbestimmungen verstoßen werden. Die Nutzung soll unter Aufsicht der Eltern geschehen. Geplant ist eine Technologie, mit der die Kinderzugänge an die Zugänge der Eltern gekoppelt werden. Anhand von Kontrollmechanismen sollen Eltern darüber entscheiden können, welche Freunde das Kind in sein Netzwerk aufnehmen darf. Ebenso entscheiden die Eltern über die Nutzung von Applikationen.

Bisher wurden Kinder unter dreizehn Jahren von Facebook gesperrt. Die Kids bekamen trotzdem einen Zugang, indem sie falsche Alterseingaben bei der Anmeldung machten. Laut Gesetz darf Facebook nicht die Daten von Minderjährigen sammeln, ohne zuvor eine Zustimmung der Eltern erhalten zu haben. Die Kontrolle über das Alter der User erweist sich somit als schwierig. Facebook möchte für legale Zugangswege sorgen, um junge Nutzer besser schützen zu können – so die Angaben von informierten Personen.

Ob Facebook tatsächlich neue Technologien für Kinder anwenden wird, bleibt abzuwarten. Seitdem durch Studien bekannt wurde, dass viele Kinder unter dreizehn Jahren Facebook nutzen, ist der Druck auf das Unternehmen gestiegen. Im Herbst 2011 zeigte allerdings das Resultat einer Studie, die von Microsoft Research gesponsert wurde, dass über ein Drittel der Eltern von Kindern unter dreizehn Jahren wissen, dass ihre Sprösslinge Facebook nutzen. Ein hoher Anteil dieser Eltern unterstützt die Kids sogar bei der Facebook-Nutzung.

Douglas Gansler, Generalstaatsanwalt aus Maryland, ist eine der Personen, die den Druck auf Facebook erhöhen. Er fordert einen Schutz für Kinder, die sich im sozialen Netzwerk aufhalten. Gansler möchte, dass Facebook ein sicherer Ort für Kinder wird. Andere Schützer für Kinderrechte verlangen vielmehr, dass Eltern ihren Kindern verdeutlichen, dass Facebook keine Seite für unter Dreizehnjährige ist.

Im Fall der Öffnung der Facebookseite für Kinder, könnte das Netzwerk und seine Partner mit einem schnellen Wachstum rechnen, der sich durch angebotene Spiele entwickeln würde. Die Spiele könnten kostenlos heruntergeladen werden, aber für gewisse Features muss bezahlt werden. Im Jahr 2011 stammten zirka 12 Prozent der Einnahmen aus Spielen, beziehungsweise aus den kostenpflichtigen Zusatzfeatures.