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Fachkräftemangel stärkere Wachstumsbremse als Finanzkrise

Laut Frank-Jürgen Weise, Chef der BA, könnte sich der Fachkräftemangel in Deutschland als größere Wachstumsbremse für die Wirtschaft erweisen als die weltweite Finanzkrise. Jetzt soll ein Projekt der Bundesanstalt für Arbeit (BA) und Bundesregierung für mehr Fachpersonal sorgen.

Das neue Projekt wurde vor dem Fachkräftegipfel von Ursula von der Leyen und Philipp Rösler vorgestellt. Bei dem Gipfel auf Schloss Meseberg treffen sich Vertreter von Gewerkschaften und Wirtschaft mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit einer Offensive an Werbung und Information sollen gezielt für mehr Fachkräfte gesorgt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Plattformen im Internet. Auf der Plattform fachkräfte-offensive.de sind Angebote zur Beratung und Unterstützung zu finden. Auf der Plattform make-it-in-Germany.com wird eine berufliche Karriere in Deutschland in englischer und deutscher Sprache beworben. Dort sind Tipps für die Arbeitssuche und Hilfestellungen für ein Leben in Deutschland zu lesen.

Wie die Arbeitsminister aussagt, sei Arbeit in Deutschland vorhanden, die jedoch nicht ausgeführt werden kann. So sind laut Bundesanstalt für Arbeit rund 500 000 offene Arbeitsstellen unbesetzt, da es für diese Aufgaben keine geeigneten Fachkräfte gibt. Frank-Jürgen Weise rechnet damit, dass die Zahl der fehlenden Fachkräfte bis 2025 auf zirke drei Millionen ansteigt. Vor allem werden Schlosser, Pflegekräfte, Schweißer, Naturwissenschaftler, Ingenieure und Mathematiker gesucht.

Frau von der Leyen und der Wirtschaftsminister Rösler wollen die Lücken schließen und ausländische und inländische Fachkräfte mobilisieren. Hubertus Heil, Fraktions-Vize der SPD, ist dafür, dass die Sicherung der Fachkräfte im Kanzleramt konzentriet sein sollte. Seine Idee ist ein Expertenrat, der die nötigen Schritte beschließen kann.