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Der Atem beim Yoga

Der Atem spielt im System des Yoga eine zentrale Rolle. Über den Atem können wir unsere innere Befindlichkeit erreichen.

In vielen Yoga-Richtungen wird die Führung des Atems direkt von Anfang an mit einbezogen. Beruhigen wir unseren Atem, beruhigen sich die Gedanken und Gefühle. Der Atem stellt die Brücke vom Körper zum Geist dar. Er führt uns nach Innen. Daher wird oftmals das Üben von Atemtechniken als Vorbereitung zur Meditation genutzt. Meist wird vor allem der Ausatem mit Hilfe von Techniken verlängert, was sich positiv auf die Entspannung auswirkt.

Man geht davon aus, dass der Mensch im Alltag Atemmuster hat, d.h. dass der Atem nicht mehr normal fließt, weil wir uns des Atems nicht bewusst sind. Erschrecken wir uns z.B., oder stehen wir unter Druck (und sei es nur ein häufig vorkommenden Zeitdruck), halten wir den Atem an. Die Bauchdecke ist angespannt und der Atemfluss ist unterbrochen.

Im Yoga dann werden wir uns unserer Atemmuster bewusst und können sie behutsam, mit viel Achtsamkeit lösen und gelangen so mit der Zeit wieder zu einer besseren Atemqualität. Ferner haben spezielle Atemübungen einen reinigenden Charakter, da sie Schleim lösen, und dadurch der Atem wieder besser fließen kann. Wir sehen also, dass der Atem auf geistiger und körperliche Ebene eine wichtige Rolle spielt.

In Indien wird der Atem mit einem wilden Tier verglichen, dass es zu zähmen gilt. Dieser Vergleich soll darauf aufmerksam machen, das das Arbeiten mit dem Atem einen besonderen Umgang braucht. Der Eingriff in den Atemfluss und das Atemverhalten soll nur von einem erfahrenen Lehrer gelehrt werden und sollte nicht selbständig, ohne Anleitung geübt werden.

Beate Pastowski
Yogalehrerin BDY/EYU
www.yoga-zentrum-duisburg