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Japans Regierungschef lässt Atomkraftwerke wieder einschalten

Zum Entsetzen der Atomgegner schaltet Japan nun wieder zwei Reaktoren an.

Nur ein Jahr nach der Katastrophe in Fukushima lässt Yoshihiko Noda, Regierungschef von Japan, wieder die ersten Meiler anschalten. Er ist der Meinung, dass die beiden Reaktoren des Atomkraftwerkes Oi dem Wohle der Menschen diene. Atomgegner kritisierten die Entscheidung von Noda. Der Greenpeace-Chef von Japan, Junichi Sato, sieht diese Maßnahme als Zeichen dafür, dass die japanische Regierung sehr tief in der Atomindustrie stecke.

Die fünfzig einsatzfähigen Atomreaktoren Japans sind seit rund vier Wochen abgeschaltet. Der Strom wird mittels Thermalkraftwerken erzeugt. Die Gemeinden und Provinzen, die sich in der Nähe der Reaktoren befinden, lehnten aus Sicherheitsgründen die erneute Einschaltung ab.

Noda erklärt seine Entscheidung damit, dass es zu einem Stillstand der japanischen Gesellschaft kommen würde, wenn die Meiler weiterhin abgeschaltet blieben. Bis zur Atomkatastrophe im vergangenen Jahr hat die Stromversorgung mit Atomkraftwerken etwa dreißig Prozent ausgemacht. Japans Regierung behauptet zudem, dass sie eine weitere Atomkatastrophe verhindern könne.