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Bundeskabinett richtet Hilfsfonds für ehemalige DDR-Heimkinder ein

Rund vierzig Millionen Euro sollen die Hilfsfonds umfassen, um Therapien und Rentenersatzleistungen der ehemligen DDR-Heimkinder finanzieren zu können. Dies beschloss das Bundeskabinett.

In den Jahren 1949 bis 1990 verbrachten über 400 000 Jugendliche und Kinder aus der DDR ihr Leben in Heimen. Die meisten der damaligen Heimkinder berichten von traumatisierenden Erlebnissen. Sexueller Missbrauch, Prügel oder Zwangsduschen unter eiskaltem Wasser gehörten zum Alltag in den Jugendwerkhöfen. Viele der ehemaligen Heimkinder leiden bis heute unter den Folgen dieses Aufenthalts. Vor allem in den Spezialheimen, in denen als schwer erziehbar geltende Jugendliche und Kinder untergebracht waren, herrschte ein Klima voller Gewalt. Dadurch entstanden nicht nur psychische Traumata, sondern viele der Betroffenen verpassten durch die Spätfolgen ihre Chance auf eine berufliche Karriere. Deshalb beschloss das Bundeskabinett Hilfsfonds, die für Therapien, Rentenersatzleistungen und Beratungen bereitstehen sollen.