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Stellenabbau bei Nokia

Nokia will aufgrund von roten Zahlen weltweit 10 000 Arbeitsstellen abbauen. Davon wäre dann auch die rund 700 Mitarbeiter in Ulm betroffen.

Rote Zahlen schreibt das finnische Unternehmen Nokia schon seit langer Zeit. Eine Lösung gegen den schrumpfenden Absatz fand der Handy-Hersteller bisher nicht. Die Konzernführung sieht keinen anderen Weg als bis Ende nächsten Jahres rund 10 000 Arbeitsplätze abzubauen. In Ulm befindet sich der Standort für Entwicklung und Forschung. Dort arbeiten 730 Mitarbeiter, die ebenfalls von diesem Stellenabbau betroffen sind. Ende des Monats September 2012 soll dieser Forschungsstandort geschlossen werden.

Wie ein Sprecher Nokias mitteilte, soll Deutschland dennoch für Entwicklungsarbeit bedeutsam bleiben. So gibt es ortsbasierte Dienste, wie beispielsweise in Berlin, die in Zukunft zum Schwerpunkt des Unternehmens werden sollen. Nokia will zukünftig den Fokus auf die Smartphones von Lumia und ähnliche Angebote legen. Andere Geschäftsbereiche sollen hingegen gekürzt werden.

Für den ehemaligen Marktführer im Bereich Handys waren letztlich die Konkurrenten Samsung und Apple zu stark. Im letzten Herbst ging Nokia mit dem Smartphone Lumia an den Start und auch das verlief nur mäßig.

Der Konzern sucht nach Optionen zur Kostensenkungen, denn die Quartalszahlen erwiesen sich als katastrophal. Der Umsatz reduzierte sich im Vergleich zu 2011 um dreißig Prozent und der Verlust lag bei knapp einer Milliarde Euro.