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Immer mehr Deutsche leiden an Übergewicht

Das Robert-Koch-Institut analysierte die Ergebnisse der zweiten Studie, die bundesweit durchgeführt wurde. Fazit: Ein Viertel der Bundesbürger ist zu dick.

Für die RKI-Studie wurden die Gesundheitsdaten von mehr als achttausend erwachsenen Teilnehmern erfasst. Die Studie wurde von 2008 bis 2011 durchgeführt. Ungefähr die Hälfte der Studienteilnehmer wurde bereits bei der ersten bundesweiten Studie 1998 erfasst. Das Resultat ist eher erschreckend, denn rund ein Viertel der Teilnehmer wiesen einen BMI (Body-Mass-Index) von mehr als 30 auf. Dieser BMI-Wert beschreibt die Fettleibigkeit.

Frühere Studien belegten, dass über die Hälfte der Frauen in Deutschland und zwei Drittel der männlichen Bevölkerung einen BMI von über 25 vorwiesen. Diese Ergebnisse zeigten, dass die Deutschen zum Übergewicht tendieren. Die neuen Ergebnisse mit einem BMI von über 30 beweisen, dass die deutsche Bevölkerung immer mehr an Gewicht zulegt.

Dadurch hat sich auch die Zahl der Diabetiker von 5,2% im Jahre 1998 auf 7,2 % erhöht. Diabetes ist eine der Erkrankungen, die durch Übergewicht entstehen können. Ebenso hat die Zahl der Menschen mit psychischen Störungen zugenommen. Jede dritte weibliche Teilnehmerin und jeder vierte männliche Teilnehmer litt zumindest zeitweilig unter starken psychischen Beschwerden. Wie Hans-Ulrich Wittchen von der Technischen Universität in Dresden vorsichtig aussagte, könnte eine psychische Störung eine Gewichtszunahme nach sich ziehen.

Die Studie brachte jedoch ebenso positive Ergebnisse hervor. Die Zahl der Sportmuffel hat abgenommen und mittlerweile sind 16% mehr Frauen sportlich aktiv, als noch im Jahre 1998. Bei den Männer stieg die Zahl derjenigen, die sich mindestens einmal wöchentlich körperlich betätigen, auf 13%. Dennoch zeigte sich Bärbel-Maria Kurth vom Robert-Koch-Institut etwas entsetzt über die Studienergebnisse. Wie sie mitteilte, handelt es sich dabei nicht mehr um ein Schönheitsproblem, sondern um gesundheitliche Probleme. Durch Fettleibigkeit erfolgen oftmals Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme oder Bluthochdruck. Daniel Bahr, Gesundheitsminister, äußerte sich zu den Ergebnissen, dass die Menschen über eine gesundheitsbewusste Lebensführung besser aufgeklärt werden müsse.