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Primove: Laden ohne Steckdose für Elektroautos

Marnix Lannoije, Director Engineering des Primove-Kompentenzentrums in Mannheim: „Die technische Lösung für das drahtlose Aufladen des Elektro-Autos für gewerbliche Lieferfahrzeuge dürfte Ende 2013 bis 2014 auf den Markt kommen, die für Elektroautos ein Jahr später.“ Bombardier ist im Gespräch mit vielen Automobilherstellern. Jeremie Desjardins, Leiter des Primove-City-Programms bei Bombardier, bestätigte Verhandlungen mit den LKW-Herstellern Volvo und Scania.
Ursprünglich hatte Bombardier die Primove-Technik entwickelt, um Straßenbahnen ohne Oberleitung fahren zu lassen. Der Vorteil: Ohne die Oberleitungskonstruktion bleiben historische Städte „optisch sauber“. Weil der nötige Fahrstrom nur per Induktion übertragen wird, besteht auch keine Gefahr, dass Passagiere mit Starkstrom in Berührung kommen. Auch die Strahlenbelastung durch die Stromübertragung liegt bei maximal einem zehntel des maximal zulässigen Grenzwertes von sechs Microtesla, so Bombardier.
Für das Bundesverkehrsministerium ist diese drahtlose Stromübertragungs-Technik eine Zukunftstechnologie. Rainer Bomba, Staatssekretär von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: „Ich bin mir sicher, dass Primove ein Meilenstein in der weiteren Entwicklung unserer Städte werden kann.“
Deshalb wird jetzt auch der Testlauf von vier Elektrobussen der Braunschweiger Verkehrs AG mit 2,9 Millionen Euro gefördert. Durch die Primove-Technik werden die Akkus beim Stopp an den Haltestellen blitzschnell nachgeladen. So kann ein normaler Stadtbus bis zu 250 Kilometer Reichweite erreichen. Weiterer Vorteil: Durch die Schnelllade-Technik braucht der Akku nur noch ein 20 Prozent des Gewichts und Volumens und kann so in den vorhandenen Raum im Bus untergebracht werden.
Im Primove-Kompetenzzentrum in Mannheim von Bombardier arbeiten die Entwickler daran, diese Ladetechnik für das Auto weiter zu entwickeln. Die Idee dahinter: Der Käufer eines Elektroautos hat die Aufnahmeplatte für den Strom schon im Auto eingebaut. Er legt eine Matte in die Garage oder auf den Parkplatz, und schon lädt sich der Akku automatisch nach. Jeremie Desjardins, Leiter des Primove-City-Programms bei Bombardier, bestätigte Verhandlungen mit den LKW-Herstellern Volvo und Scania.
Jetzt ist Bombardier daran, in Zusammenarbeit im PKW-Herstellern die notwendigen Komponenten kleiner und leichter zu machen. Das Ziel, so Bombardier-Entwickler Lannoije: „Innerhalb einer Stunde soll ein Akku bis 42 Kilowattstunden voll geladen werden.“ Elektroautos können damit 160 Kilometer weit fahren.

Bombardier Transportation
Herr Immo von Fallois
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