Nachrichtendienst mit Presseportal zu Tagesthemen
Nachrichten und Pressemitteilungen
 

Deutscher Schiedsrichter muss viel Kritik einstecken

Nach dem gestrigen Spiel Spanien gegen Kroationen wird der einst mit Lob überhäufte Wolfgang Stark als EM-Schiedsrichter stark kritisiert.

In der kroatischen Tageszeitung 'Jutarnji list' war heute zu lesen, dass der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark Kroatien sozusagen rausgeworfen habe. Der Fernsehsender Nova berichtete von einer Ungerechtigkeit durch den Schiedsrichter, doch die Kroaten seien stolz und tapfer gefallen.

Solche und ähnliche Reaktionen folgten aufgrund einer Entscheidung des Schiedsrichters in der 27. Minute des EM-Spieles Kroatien gegen Spanien. Mario Mandzukic stürmte mit dem Ball in den Strafraum des Gegners und wurde von Sergio Ramos, der förmlich heranrauschte, am Fuß getroffen. Wolfgang Stark entschied sich zu einer Ecke und dies wird ihm als Fehlentscheidung ausgelegt. Normalerweise hätte bei einem solchen Foul ein Elfmeter folgen müssen.

Urs Meier, frührer Schiedsrichter der Fifa und Hellmut Krug, Beauftrager der Schiedsrichter bei der DFL, nehmen jedoch Stark in Schutz, da er mit einem Abstand von rund dreißig Metern womöglich nicht genau sehen konnte, was dort geschah. Allerdings hätte Florian Meyer, Torrichter, Wolfgang Stark helfen können, denn er stand sehr nah am Geschehen und hätte die Szenerie besser deuten können.

Zudem wurde sich über das zweite Tor des spanischen Teams aufgeregt. Cesc Fàbregas spielte auf Iniesta ab und Jesús Navas stand zuerst passiv im Abseits, griff aber dann aktiv ins Spiel ein. Auch hier erwartete man vom deutschen Schiedsrichter eine andere Entscheidung.