Nachrichtendienst mit Presseportal zu Tagesthemen
Nachrichten und Pressemitteilungen
 

Weltdrogenbericht zeigt Zunahme vom Drogenkonsum von Armen

Der Weltdrogenbericht der UN beweist einen Anstieg von Drogenabhängigen in Entwicklungsländern.

Die UNO warnt vor anwachsenden Drogenproblemen in der Dritten Welt. Immer mehr Arme betäuben ihre Sorgen mit Suchtmitteln. Der Bericht der Vereinten Nationen beweist, dass sich der Drogenkonsum in den Entwicklungsländern immer mehr dem Konsum von Suchtmitteln in den Industrienationen annähert.

Während der Drogenkonsum in den Industrieländern konstant blieb, wächst die Zahl der Drogenkonsumenten in den Entwicklungsländern. Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftrage der Bundesregierung, ruft zum gemeinsamen Vorgehen gegen diese Entwicklung auf, denn die Drogenproblematik sei ein grenzübergreifendes Problem, welches global bekämpft werden sollte.

Der Bericht der UNODC (UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung) zeigte zudem, dass weltweit immer mehr zu künstlich chemischen Drogen gegriffen wird. Juri Fedotow, Direktor der UNODC, sieht den Drogenkonsum als besorgniserregend an. Die offiziellen Zahlen der Heroinsüchtigen in China belaufen sich auf rund eine Millionen. Die Experten gehen von etwa 2,4 Millionen Herionsüchtigen in China aus.

Global gesehen ist die Zahl der Drogenkonsumenten konstant bei etwa 27 Millionen Menschen geblieben. Das bedeutet, dass jeder 200. Bewohner der Erde drogensüchtig ist. Rund 200 000 sterben jedes Jahr an den Folgen von Drogenkonsum.

Juri Fedotow wies ebenfalls auf die Gefahr von legalen Suchtmitteln hin. So sterben 5,1 Millionen Menschen an den Folgen vom Rauchen und 2,3 Millionen Menschen an den Folgen von Alkohol. Ban Ki Moon, Generalsekretär der UN, sieht im illegalen Drogenhandel und im Drogenmissbrauch weiterhin eine negative Auswirkung auf die weltweite Stabilität und Entwicklung.