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Bundesamt für Verfassungsschutz vernichtete NSU-Akten

Nachdem das Trio der Neonazi-Mordserie aus Zwickau aufgeflogen war, hat das Bundesamt für Verfassungsschutz Akten zu diesem Fall vernichtet.

Der Bundestagsuntersuchungsausschuss bestätigte die Aktenvernichtung seitens des Bundesamtes für Verfassungsschutz und zeigte sich sehr empört über diese Tatsache. Die Ermittler sollten im November letzten Jahres Akten suchen und zusammenstellen. Stattdessen wurden die Akten vernichtet. Heinz Fromm als Verfassungsschutzpräsident teilte dies nun dem Bundesinnenministerium mit.

Petra Pau von den Linken ist der Meinung, dass der Bundesverfassungsschutz scheinbar viel zu verbergen habe. Eva Högl von der SPD forderte Hans-Peter Friedrich (Bundesinnenminister) auf, den Vorgang lückenlos aufzuklären. Wolfgang Wieland von den Grünen findet die Aktenvernichtung alles andere als lustig. Vielmehr stellt sich die Frage, ob sich die Mitglieder der Neonazi-Zelle nicht doch auf der Gehaltsliste des Bundesamtes für Verfassungsschutz befunden haben.

Heinz Fromm wird nächste Woche als Zeuge vor den Bundestagsausschuss treten müssen.