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Facebook-Aktie rutscht auf Rekordtief - Zynga hinterher - Wert von virtuellen Produkte

Bild von Denker

Der Börsengang von Facebook wurde im Vorfeld groß gefeiert, der Börsengang selber aber wurde zum Desaster für die Anleger. Die Facebook-Aktie stürzte ab, konnte sich dann aber einige Zeit halten. Jetzt ist die Facebook-Aktie auf dem Rekordtief:

Die Facebook-Aktie wurde für 38 Euro herausgegeben, jetzt ist sie nur noch 19,31 Euro wert, damit hat sich der Wert seit dem Börsengang vor knapp 2 Monaten schon halbiert.

Auch die an Facebook angeschlossenen Spiele-Entwicklungsfirmen Zynga, die "Farmville" und "Cityville" an Facebook andockte verliert massiv an Wert, die Aktie stürzte um 39 Prozent. Zwar hat Zynga durch Facebook rund 300 Millionen Spieler, die einmal im Monat sich einloggen, jedoch sind die Spielenden nicht mehr so richtig bereit für "virtuelles Saatgut" und "Zeitbonus" echtes Geld auszugeben. Zudem stagniert die Teilnehmerzahl der Spieler.

Ist der Hype des "technisch machbaren" und "ausprobieren" bei den Nutzern im Internet vorbei? Logisch, etwas Neues zieht an, man will es ausprobieren, es macht auch eine zeitlang Spaß. Aber handelt es sich dabei um eine nachhaltige Wirtschaft? Produziert wird ja quasi nichts - außer ein Vergnügen auf Zeit, das vor allem abhängig machen kann. Es gibt noch keine aussagekräftige Studien auf Grund der Kürze der Zeit, aber schon jetzt haben sich so manche Menschen durch "Spiele" verschuldet - um den nächsten Spiele-Rang zu erreichen. Löscht man sich vom Spiel oder macht man den PC aus, bleibt nichts davon übrig, weg, vorbei.

Anders ist das wenn man in ein Auto, einen Urlaub oder in eine Wohnung investiert. Hier hat man sehr lange Freude daran und schafft sich echte Lebenswerte die man täglich genießen kann. Dies ist real und damit auch nachhaltiger.

Die Faszination der Technik wird immer wieder die Menschen aufs neue begeistern und jeder möchte es ausprobieren, sei es bei einem Smartphone bis zur Entwicklung im Automobilbereich. Bei virtuellen "Produkten" allerdings kann ein Hype sehr schnell vorbei sein. Ein "Wert" eines virtuellen Unternehmens wird auch oft berechnet auf Grund des "Hypes" und einer entsprechend verschieden kalkulierten "Annahme" der weiteren Entwicklung, dabei werden "Massen-Einbrüche" (Gegensatz zum Hype) selten oder nur bedingt einbezogen. Die Facebook-Aktie und Zynga-Aktie wird hier jedoch neue Maßstäbe bei der Prognose und Entwicklungsaussicht von virtuellen Produkten setzen. Damit festieren sich neue Erfahrungswerte bei Unternehmen mit virtuellen Produkten und Dienstleistungen. Zukünftige Web-Unternehmen können so vielleicht in der Zukunft von Anfang an besser eingeschätzt und bewertet werden.