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Die Piratenpartei streiten ums eigene Geld

Bild von Denker

Die Piratenpartei ist die jüngste Partei, die einen hohen Zulauf hatte. So hat es die Piratenpartei zuletzt in 4 Landtage geschafft, jetzt geht der Streit um das Geld los:

Die Piratenpartei ist mit idealistischen Ideen gestartet und hat viele - vor allem junge - Menschen überzeugt, die der Piratenpartei ihre Stimme gaben. Probleme mit dem Geld gab es anfänglich nicht, es war ja so gut wie keines da, man musste mit dem auskommen, was die Mitglieder freiwillig spendeten oder an Mitgliedsgebühren bezahlen.

Jetzt sieht die Situation ganz anders aus, die Piratenpartei hat wie jede andere Partei auch einiges an Verwaltungskosten zu stemmen und da kam der Bundesvorsitzende Bernd Schlömer auf die Idee einer freiwilligen Abgabe der Abgeordneten. Die Akzeptanz dieser Idee ist allerdings nicht sehr groß, die Mehrheit der Abgeordneten sprachen sich gegen eine Abgabe aus und wollen nichts geben.

Indess ist es fraglich, ob die Idee die Abgeordneten zur Finanzierung der Piratenpartei zur Kasse zu bitten recht umstritten, derzeit hat die Piratenpartei 45 Abgeordnete in 4 Landtagen. 15 Abgeordnete in Berlin, 4 Abgeordnete im Saarland, 6 Abgeordnet in Schleswig-Holstein und 20 Abgeordnete in Nordrhein-Westfalen. Laut der Schatzmeisterin sollte jder Abgeordnete rund 2.500 Euro monatlich an Abgabe leisten. Ob die Finanzierung einer Partei über 45 Abgeordnete funktionieren kann ist fraglich.

Die Finanzierung der Kosten der Piratenpartei über die derzeit 33.542 Mitglieder wäre sicherlich tragfähiger, so verteilen sich die Kosten auf sehr viel mehr Personen und jede einzelne Person muss nur einen kleinen Beitrag leisten. Der Piratenpartei stehen derzeit 585.162,46 Euro aus der Parteienfinanzierung zur Verfügung. Im Vergleich haben die "Grünen" rund 11,4 Mio. Euro, die FDP rund 13,4 Mio.Euro, die Linke 10,8 Mio. Euro, die CSU 9,6 Mio. Euro, die CDU 42,8 Mio. Euro und die SPD 38,9 Mio. Euro.

Die Mitgliedsgebühr bei der Piratenpartei beträgt derzeit 4 Euro im Monat je Mitglied, also 48 Euro im Jahr. Zusätzlich bittet die Piratenpartei 1 Prozent vom Nettogehalt als freiwilligen Beitrag zu leisten.

Bei den anderen Parteien ist der Mitgliedsbeitrag abhängig vom Einkommen:

CDU Mitgliedsbeitrag: 5 Euro bis 15 Euro bis 5.000 Euro Einkommen, dann mindestens 50 Euro.

SPD Mitgliedsbeitrag: 2,5 Euro bis 55 Euro bis 4100 Euro, dann mindestens 245 Euro.

FDP Mitgliedsbeitrag: 0,5 Prozent des Bruttoeinkommens, 8 Euro Studentenermäßigung

Grüne Mitgliedsbeitrag: 1 Prozent vom Netto-Einkommen

Linke Mitgliedsbeitrag: 1,5 bis 3 Euro für Einkommensschwache, ab 2.500 Euro Einkommen 4 Prozent des Nettoeinkommens