Nachrichtendienst mit Presseportal zu Tagesthemen
Nachrichten und Pressemitteilungen
 

Neues Gesetz zu Bestellungen im Internet tritt am 01. August 2012 in Kraft

Bild von Denker

Das Internet ist oft zu einer Kostenfalle geworden, insbesondere wenn dem Internetnutzer nicht klar war, dass er eine Bestellung eingeht und Kosten entstehen. Sogenannte Abofallen wird ein Riegel vorgeschoben:

Eine Bestellung muss ab sofort deutlich gekennzeichent werden, ein Button mit "Download" ist nicht mehr zulässig, vielmehr muss der Button jetzt heißen "verbindlich bestellen" oder "zahlungspflichtig bestellen" sowie weitere eindeutige Kennzeichnungen:

Auch muss vor dem Bestellabschluss nochmals eine Übersicht der vollständigen Kosten genannt werden, so auch etwaige Versandkosten.

Das Gesetz richtet sich nicht an Abos seriöser Unternehmen - dies es ohnehin bisher transparent gestaltet haben - sondern vielmehr soll den Betrügern im Netz das Leben schwer gemacht werden. Seriöse Abos wurden oftmals von den Verbrauchern gleichgesetzt mit Abofallen, das war nicht fair gegenüber den seriösen Abo-Anbietern. Das Gesetz hat dann die Auswirkung, dass klar und deutlich geregelt ist wie ein Bestellvorgang im Internet auszusehen hat und bei betrügerischen Absichten schneller der Prozess gemacht werden kann.

Erfolgt in Zukunft dennoch eine "scheinbare Bestellung" ohne diese deutliche Kennzeichnung, so ist der Vertrag unwirksam, der Verbraucher braucht den Vertrag nicht einhalten und nicht bezahlen.

Ein Vertrag kommt dann zustande, wenn ein beidseitiges Einverständnis zum Vertrag gegeben wurde, dazu ist die deutliche Kennzeichnung der Bestellung ein wichtiger Schritt um die Willenserklärung des bestellenden Kunden zu sichern.

Dies hat nicht nur Vorteile für die Verbraucher, sondern auch für die seriösen Anbieter im Internet, die jetzt nicht mehr "grundsätzlich" verglichen werden mit den "wenigen Betrügern" die den Ruf im Internet stark beschädigt haben. So einige "windige" Verbraucher gibt es nämlich auch, die sich später aus gültigen Verträgen herausreden wollten um nicht bezahlen zu müssen.

In der Mehrheit erfüllen die Onlineshops im Internet schon lange einen korrekten Bestellvorgang.

Mit dem Gesetz soll auch der Ruf über das Internet zu bestellen wieder sauberer werden, insbesondere soll das Gesetz für mehr Sicherheit für die Verbraucher und den Shopbetreiber sorgen, dass die Verträge korrekt zustande gekommen und gültig sind.

Das Gesetz tritt zum 01. August 2012 in Kraft. Wer jetzt noch einen Onlineshop im Internet hat bei dem der Bestellvorgang noch nicht eindeutig gekennzeichnet wurde sollte den Shop besser abschalten und überarbeiten. Eine Übergangsfrist gibt es nicht, da das Gesetz bereits seit Monaten angekündigt wurde. Wer die Regelungen nicht einhält kann es riskieren abgemahnt zu werden und ungültige Verträge zu produzieren. Eine Prüfung des eigenen Onlineshops sollte daher umgehend vorgenommen werden.