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Wer Geld, Macht und Einfluss hat bekommt schneller ein Spendeorgan

Bild von Denker

Geld regiert die Welt und so zeichnet es sich auch bei den Organspenden ab. Über 900 Organspenden haben im letzten Jahr so den "vereinfachten Weg" genommen:

Wer auf ein Spenderorgan angewiesen ist - sei es Herz, Lunge, Leber oder Niere, der kommt auf die Warteliste. Der Gedanke dahinter ist sozial, dass jeder Mensch gleich behandelt werden soll, unabhängig von seiner finanziellen Situation.

Allerdings gibt es eine "Lücke" bei etwas schlechteren Spenderorganen, bei denen der Spender schon älter ist oder die Organe nicht so gut erhalten. Dann kann im einfachen Verfahren das eigentlich nicht mehr verwendbare Organ dennoch als "Übergangslösung" vergeben werden - von den Kliniken selbst. Dies betraf in der Vergangenheit rund 10 Prozent der Spenderorgane.

Mittlerweile ist die Zahl der "schlechten Organe" sprunghaft angestiegen, das kann kein Zufall mehr sein. Das Argument, dass die Spenderorgane vermehrt von älteren Menschen kommt zählt hier nicht. Vielmehr verteilen die Kliniken immer mehr Organe in Eigenregie. Hat man einen wichtigen Patienten mit Geld oder Macht so wird "scheinbar" ein Organ einfach als "minderwertig" deklariert. Ob dieses wirklich minderwertig ist muss nicht explizit nachgewiesen werden und so nutzen immer mehr Kliniken diese Lücke für die Eigenversorgung ihrer "teuren" Patienten.

Der soziale Gedanke, dass alle Menschen gleich behandelt werden muss weicht hier wieder "Geld regiert die Welt".

Die Politik nimmt sich diese Sachlage sehr ernst zur Prüfung, es ist davon auszugehen, dass weitere Prüfmechanismen installiert werden um den Organmißbrauch zukünftig einzudämmen.