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Zehn-Punkte-Plan zur Energiewende von Bundesumweltminister Peter Altmaier

Bundesumweltminister Peter Altmaier hat einen Zehn-Punkte-Plan aufgestellt, um die Energiewende erfolgreich umsetzen zu können. Dieses Programm wird von der SPD als Augenwischerei kritisiert.

Das Programm von Altmaier ist auf der Webseite des BMU (Bundesministerium für Umwelt) zu lesen:

Der Bundesumweltminister fordert beispielsweise, die Ökostrom-Förderung komplett zu überarbeiten. Laut seiner Meinung könne die Umsetzung für diese Überarbeitung nicht vor dem Herbst nächsten Jahres umgesetzt werden. Das Ziel, 35 Prozent Ökostrom bis zum Jahre 2020, sei jedoch erreichbar und könnte eventuell sogar eine höhere Prozentzahl erreichen. Die Probleme dabei seien die Einspeisung und die Kosten. Altmaier wird einen Vorschlag zur Überarbeitung des EEGs (Erneuerbare-Energien-Gesetz) vorlegen. Darin will er die Probleme benennen und Strategien vorschlagen, die zur Erreichung der Ziele beitragen. Altmaier sagte aus, dass er von Schnellschüssen nichts halte. Er meint, dass Entscheidungen erst von der neuen Regierung nach der Bundestagswahl getroffen werden könnten.

Um gegen die steigenden Kosten vorzugehen, möchte Altmaier eine kostenlose Energieberatung für die Haushalte möglich machen. Bisher gab es einen Stromsparcheck für die Menschen, die Sozialleistungen empfangen. In diesen Haushalten wurden kostenlos Sparlampen verteilt und Steckdosen eingebaut, die abschaltbar sind. 800 000 Artikel für Stromsparmaßnahmen wurden bereits in 70 000 Haushalten eingebaut. Altmaier möchte diese Maßnahmen erhöhen, vor allem auch aus dem Grund, damit sich die Akzeptanz für eine Energiewende nicht durch hohe Stromkosten reduziert.

Starke Kritik zu diesem Plan des Bundesumweltministers übt die SPD. Sie hält die Maßnahmen zur Kostensenkung als unzureichend. Es sei Augenwischerei, lediglich eine kostenlose Energieberatung anzubieten, denn die effektivste Möglichkeit bei der Stromeinsparung seien Gebäudesanierungen. Da Privatleute mit den Kosten für eine Energiewende größtenteils überfordert sind, müsse der Bund das Programm für eine energetische Gebäudesanierung aufstocken und neu auflegen. Die Grünen zeigten sich enttäuscht und sind der Ansicht, dass Altmaier nun für Unruhe sorgt.

Philipp Rösler forderte eine Reform der Ökostrom-Förderung, damit eine Explosion der Stromkosten vermieden werden kann. Im Herbst werden die Netzbetreiber die Umlage veröffentlichen, die für die Ökostrom-Förderung nötig ist. Für die Verbraucher wird sich dies an der Stromrechnung bemerkbar machen.

Da die Strompreise auf jeden Fall ansteigen werden, sollten sich Verbraucher über einen möglichen Wechsel des Stromanbieters Gedanken machen. Auf dem Onlineweg kann schnell und einfach ein Tarif ermittelt werden, der günstiger ausfällt, als der bisherige. Auch der Wechsel zum neuen Stromanbieter wird bequem online durchgeführt.