SG FriedeMotz - SG Gilfershausen/Asmush. 0:2 (0:1)
Drückend überlegen, verloren und jetzt Tabellenletzter
(wvi) Für die Gastgeber stand an diesem Sonntag viel, wenn nicht alles, auf dem Spiel. Auf eigenem Platz mußten unbedingt drei Punkte her, und die sollten auf Biegen und Brechen erkämpft werden. Angesichts der prekären Tabellensituation mußte Trainer Mike Porsche seine Jungs nicht erst motivieren. Wer jetzt noch nicht begriffen hatte, in welche Richtung der Hase läuft, der hatte auf dem Platz nichts zu suchen. Die beiden bösen Niederlagen in den Osterfestspielen im Rücken und das Lokalderby gegen Hohenroda vor Augen, durften nur die Dreienberger als Sieger vom Platz gehen. Alles andere wäre bittere Enttäuschung! Selbst ein Unentschieden käme einer Niederlage gleich...
...aber es wurde ein bitterer Sonntagnachmittag für die SG Friedewald/Motzfeld und ihre Fans. Alle guten Vorsätze waren nach neunzig Minuten Schnee von gestern. Mit 0:2 mußten sich die Dreienberger auf eigenem Platz den Gästen geschlagen geben. Und dies trotz teilweise drückender Überlegenheit im zweiten Spielabschnitt, in dem die Platzherren mit Gewalt versuchten, den knappen 0:1 Halbzeitrückstand zumindest auszugleichen und das Spiel zu drehen, aber wieder einmal die sich zahlreich bietenden großen Torchancen nicht verwerten konnten. Rund 100 Zuschauer sahen dann Mitte der zweiten Halbzeit den entscheidenden Treffer des Tabellensechsten, der die Niederlage der Dreienberger perfekt machte. Durch den, vor allem in der Höhe, überraschenden 6:1 Sieg des FSV Hohe Luft II gegen die Reservisten des SV Rotenburg II rutschten die Gastgeber ans Tabellenende - ein sportlicher Supergau. Dennoch konnten die Platzherren erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Sie hatten eine kämpferische Superleistung gezeigt, alles abgerufen, was auch nur abzurufen war - nur die nötige Konzentration vor dem gegnerischen Tor ließ zu wünschen übrig. Die SG Friedewald/Motzfeld bleibt die "SG Chancentod"...!
"Ich muß meinen Jungs trotz der Niederlage ein großes Kompliment machen. Sie haben eine tolle Einstellung an den Tag gelegt, bis zum Umfallen gefightet. Nur das große Pech im verwandeln der sich bietenden Chancen klebte ihnen wieder einmal an den Stiefeln. Sie haben mir gezeigt, daß noch Leben in der Mannschaft ist. Noch ist Polen nicht verloren!", faßte Trainer Mike Porsche, der am letzten Freitag seinen Trainervertrag (gültig für die Kreisliga A und B) bei den Grün-Weißen um ein Jahr verlängerte, das Spiel zusammen.