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Letzte Frist für Karstadt und Quelle läuft ab - Konkurs

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Der Arcandor Konzern steht jetzt unmittelbar vor dem Konkurs, die Regierung hat gestern in kurzer Zeit die Anträge auf Staatshilfen und Staatsbürgschaft abgelehnt, da die Probleme des Konzerns mit den Töchtern Karstadt und Quelle nicht in der Finanzkrise entstanden sind sondern schon Jahre vorher bekannt waren und dem Konzern Probleme machten.

Damit steht jetzt der Arcandor Konzern unmittelbar vor dem Konkurs. Arcandor wollte eine Staatsbürgschaft für Kredite über 650 Millionen Euro sowie einen Notkredit über 437 Millionen Euro vom Staat erhalten, letztlich von den Geldern der Bürger, für Fehler, die firmenintern zu suchen sind und nichts mit der Finanzkrise zu tun haben.

Arcandor möchte damit als Trittbrettfahrer auf die Staatshilfen aufspringen und vor allem gegenüber seiner Belegschaft eigene Management Fehler vertuschen und die Schuld und den "bösen Peter" dem Staat zuschieben, dies ist jedoch nicht gelungen und wurde sofort erkannt.

Wie aus Regierungskreisen verlautet, erhalten Eigentümer, Vermieter der Karstadt-Immobilien und Gläubigerbanken aber noch einmal "eine letzte, sehr kurzfristige Chance" für finanzielle Zugeständnisse. Oppenheim und Schickedanz sollen mehr Eigenkapital zur Verfügung stellen als die bisher zugesagten 150 Millionen Euro und die Vermieter sollen die Mieten senken.

Der Metro Konzern würde 60 Filialen der derzeit 90 bestehenden übernehmen, was zumindest viele Arbeitsplätze retten würde, die übrigen 30 Filialen sind so unlukrativ, dass diese sowieso auf kurz oder lang nicht gehalten werden können. Dabei sollen Karstadt und Kaufhof zu einer Deutschen Warenhaus AG zusammengeführt werden.

Die Arcandor-Aktie befindet sich im freien Fall, die Anleger sehen scheinbar auch keine Rettung mehr und der Kurs stürzte gestern um 50 Prozent ab.

Das Reiseunternehmen Thomas Cook ist davon weniger betroffen obwohl Arcandor 53% Anteile hält, ist Thomas Cook eigenständig, für Kunden von Thomas Cook gibt es keine Auswirkungen.

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