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Was der Preis über den Wein aussagt

Bonn (Wein-Prinz.com) - Ein der Standardfragen zu Wein betrifft die Rolle des Preises. Muss guter Wein teuer sein? Gibt es teuren Wein der nichts kann? Wenn man bedenkt, dass es weltweit über 2.500 (!) zur Weinproduktion zugelassenen Rebsorten und entsprechend zehntausende verschiedene Weine jedes Jahr auf den Markt kommen, kann diese Fragen nicht pauschal beantworten. Allerdings kann man durchaus Tendenzaussagen treffen, die in den meisten Fällen Wein kaufen erleichtert. Auf Basis langjähriger Erfahrungen haben wir an dieser Stelle ein paar Grundgesetzte aufgestellt, die vielleicht nicht jedem gefallen werden, sich aber bewährt haben.

Teurer Wein ist selten schlecht
Eine Flasche über 15 Euro oder sogar 20 Euro (Einzelhandelspreise, nicht im Restaurant) wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein qualitativ hochwertiger Wein sein, der niemand den Ekel ins Gesicht treibt. Dies liegt daran, dass viele Winzer bei ihren Preisen kostenbasiert vorgehen. Wenn der Winzer viel Arbeit in seinen Weinberg steckt und insb. den Ertrag reduziert (viele Trauben aussortiert), den Wein in teuren Eichenfässern lagert oder qualitativ hochwertigen Kork verwendet spiegelt sich dies oft im Preis wider.
Dies bedeutet natürlich nicht, dass man nicht für weniger Geld etwas Ebenbürtiges findet. Aber wer „auf Nummer Sicher“ gehen möchte, kann immer ein paar Euro mehr ausgeben und wird mit großer Sicherheit keinen gravierenden Fehler machen.

Bei ähnlichen Weinen ist der Preis ein sehr guter Qualitätsindikator
Insbesondere wenn man innerhalb einer Weinsorte vor der Qual der Wahl steht hilft der Preis oft weiter. Wer vor dem Supermarktregal steht und zwischen einem 8 Euro Riesling von der Mosel aus 2006 und einem Cabernet Sauvignon aus Südafrika für 12 Euro abwägt, kann den Preis als Hilfsgröße zur Beurteilung des Weins ziemlich vergessen. Hat man sich aber einmal für eine Richtung entschieden, z.B. für den Riesling von Mosel, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der 8 Euro-Wein Ihnen besser schmecken wird als die 4 Euro-Flasche. Der Winzer hat bei der teureren Flasche mit Sicherheit mehr Arbeit und Geld in sein Produkt gesteckt, was sich in Qualität und Preis bemerkbar machen sollte. Hinzu kommt, dass „der Markt“ innerhalb einer Region ganz gut funktioniert: die Kunden sorgen dafür, dass bessere Flaschen teurer und schlechtere Weine billiger werden, in dem sie bestimmte Winzer meiden bzw. die Tür einrennen. Die Vergleichbarkeit ist deutlich einfacherer und erleichtert die Entscheidung. Wer dann, gutes „Marketing und Verkaufen“ mal außen vorgelassen, seine Flaschen nicht mehr los wird muss im Preis nachgeben oder umgekehrt.

Günstiger Wein kann Spaß machen - wird aber kaum begeistern
Es spricht nichts dagegen, dass ein 5-10 Euro-Tropfen der perfekte Begleiter eines netten Abends wird. Ein schicker Sauvignon Blanc aus Neu Seeland, ein Chardonay aus Kalifornien oder ein leichter Roter aus der Pfalz schmecken, wenn ordentlich gemacht, hervorragend auf der Gartenparty oder in anderer lockerer Runde. Wenn Atmosphäre, Temperatur und evtl. Essen stimmen, sind dem Spaß keine Grenzen gesetzt. Aber eins ist klar: Wunder darf man hier keine erwarten. Sehr intensive Geschmacksrichtungen oder „lange Abgänge“ (man schmeckt den Wein noch lange nachdem man ihn heruntergeschluckt hat im Mund und der Kehle) sind eigentlich immer das Ergebnis ein sehr aufwendigen Arbeit im Wingert und im Keller. Das drückt den Ertrag und die Kosten pro Flasche steigen. Bei 5 Euro pro Flasche ist dies für den Erzeuger nur schwer machbar, will er noch etwas Profit machen. Hinzu kommt, dass wirklich gute Weinberge mit perfekter Sonneneinstrahlung, alten Reben und optimalen Boden Mangelwahre sind und das knappe Angebot über den Preis gesteuert wird.

Lieber beim Weissen als beim Roten sparen
Aufgrund der günstigeren Herstellkosten kann Weißwein ganz grundsätzlich billiger angeboten werden als Rotwein. Stahltank statt Eichenfass und alternative Verschlussformen sind bei Weißweinen ok und akzeptiert – bei Roten problematisch. Hinzu kommt, dass man bei Weißen auch besser „tricksen“ kann: ein paar Grad weniger machen das Ganze frischer und verdecken vielleicht den fehlenden Geschmack etwas. Insgesamt kann man wohl sagen, dass ein „zu billiger“ Roter schlecht schmeckt, ein „zu billiger“ Weißer nach nichts schmeckt. Mit letzterem kann man wohl eher leben. Deshalb: Wer etwas für deutlich unter 10 Euro will, der sollte lieber nach was Weißem schauen.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Wein-Prinz.com ist ein junges Verbraucher-Portal rund um feine Weine.

Pressekontakt:
Markus Kreusch
Bonner Talweg 52
D-53113 Bonn
Tel.: 0228-30408925
m.kreusch[at]wein-prinz.com
www.Wein-Prinz.de

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