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Friedewalds BM Martin Gröll kandidiert für die Boehmer-Nachfolge in Bad Hersfeld!

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Am 9. Mai berichteten wir exklusiv über das "Gerücht", daß Martin Gröll, seit 2003 Bürgermeister der Gemeinde Friedewald im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, für die FWG Freie Wählergemeinschaft als Kandidat für die Nachfolge des langjährigen, amtsmüden und gesundheitlich angeschlagenen Hersfelder Bürgermeisters Hartmut H. Boehmer in der Kreistadt bei der Wahl am 6. November 2010 antreten will. Zunächst hatte sich Gröll sehr bedeckt gehalten. Nun hat er die Katze aus dem Sack gelassen: Er wird für die FWG antreten.

Dies bestätigte der parteilose Friedewalder "Macher der letzten Jahre" heute in einer Mitteilung an die Presse. Einzelheiten hierzu will er in einer Pressekonferenz am Mittwoch um 16.00 Uhr gemeinsam mit der FWG bekanntgeben.

Dipl.Verw.FH Martin Gröll, ein ausgewiesener Verwaltungsfachmann, wurde 1965 in Kassel geboren, ist verheiratet und Vater eines Kindes. 2008 wurde er in Friedewald mit rund 88 Prozent der Wählerstimmen in seinem Bürgermeisteramt bestätigt. In seiner bisherigen Amtszeit konnten viele wichtige Projekte und Objekte in Friedewald angeschoben und auch verwirklicht werden.

In den letzten Monaten sind die Sympathien für ihn in den politischen Parteien und in der Gemeinde allerdings etwas geschwunden. Einige Dinge liefen nicht ganz so, wie sie hätten laufen sollen, wurden zum Teil etwas selbstherrlich durch den Bürgermeister auf den Weg oder auch nicht gebracht. Auch die Prestigeobjekte (Kindergarten und Neugestaltung des Dorfplatzes) fanden nicht die ungeteilte Zustimmung der Parteien und Bürger, die die Probleme der Gemeinde in schwierigen Zeiten in anderen Bereichen sehen und die hohen Investitionskosten von insgesamt rund 2 Millionen Euro für nicht angebracht empfinden, sie lieber auf die etwas "längere Bank geschoben" gesehen hätten. Zudem gereicht ihm das Scheitern des dritten Bauabschnitts des Dienstleistungszentrums Friedewald auch nicht gerade zu Ruhm und Ehre.

Die Jubelarien auf ihn nach der gelungenen Ansiedlung der Firmen HERMES und HSV in Friedewald sind verklungen. Der graue Alltag hat die Gemeinde mit all ihren großen und kleinen Problemen wieder. Die Finanzsituation ist - wie in anderen Kommunen auch - düster, ein Haushaltssicherungskonzept ist in Arbeit. Viele Bürger werden sich fragen, ob der Lotse nun das sinkende Schiff verlassen und einen anderen (aber auch vom finanziellen Untergang bedrohten) Dampfer steuern will? Der Wettbewerb in Bad Hersfeld gegen die Kandidaten der großen und etablierten Parteien dürfte nicht einfach sein, die Aussichten auf einen Erfolg mit der FWG ist nur sehr begrenzt. Was dann vom Wahltage bleibt, ist die reumütige Rückkehr nach Friedewald. Und die dürfte auch nicht einfach sein...!

FRIEDEWALD AKTUELL -EXTRA BLITZ-
17. Mai 2010
www.friedewalter.de

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