Am Sonntag sind fast 19.000 Menschen in Hannover evakuiert worden, da vier Bomben aus dem zweiten Weltkrieg entschärft werden mussten, die als Blindgänger gefunden wurden und die Gefahr einer unkontrollierten Detonation zu groß war.
Über 600 Einsatzkräfte kümmerten sich unter anderem darum, zwei nahe gelegene Altersheime zu evakuieren und den alten Menschen auf einen sicheren Platz zu helfen. Unter den Einsatzkräften waren vor allem Polizisten und Feuerwehrleute.
Dies war in der Landeshauptstadt Hannover im Bundesland Niedersachen die größte Evakuierungs-Aktion in der Nachkriegsgeschichte überhaupt. Noch immer schlummern nach über 60 Jahren nach Kriegsende noch ungezählte Bomben im Boden der Städte, die jederzeit zu explodieren drohen.
Der Kampfmittelräumdienst konnte drei der vier Bomben vor Ort problemlos entschärfen, die vierte Bombe allerdings musste vorsichtig mit einem Lastwagen zu einem Truppenübungsplatz transportiert werden um diese dort kontrolliert zu sprengen.
Die Sprengkraft der Bomben wäre nicht unerheblich gewesen, so waren es zwei englische und zwei amerikanische Bomben mit je einer Sprengkraft von Fünf-Zentnern.
Bei Entschärfungen von alten Bomben wird in den meisten Fällen eine lokale Evakuierung vorgenommen, da die Bomben verrostet sind und bei der Entschärfung, bei der der Zünder vom Kopf abgedreht werden muss, durch den Rost sich ein Funke bilden kann, der dann die ganze Bombe schlagartig zur Explosion bringt.