Dem Geheimnis des beliebtesten Getränkes im Flugzeug auf der Spur - Warum trinken so viele im Flugzeug Tomatensaft, zu Hause aber so gut wie sehr selten?
Über 35 Millionen Liter werden jedes Jahr im Flugzeug getrunken, nein nicht Mineralwasser steht an erster Stelle der Beliebtheit, sondern der Tomatensaft.
Zu Hause oder im Restaurant wird so gut wie nur sehr wenig Tomatensaft getrunken, warum aber ändert sich das Verhalten der Menschen, sobald sie im Flugzeug sitzen?
Die Erklärung über das Geheimnis ist recht banal:
In großer Höhe sinkt die Luftfeuchtigkeit auf fünf bis fünfzehn Prozent, statt wie am Boden bei 45 bis 55 Prozent. Dadurch entsteht beim Flugreisenden ein höherer Bedarf an Flüssigkeit. Soweit so gut, dann würde es doch auch das Mineralwasser tun?
Tomatensaft liefert aber mehr Elektrolyte wie Natrium oder Kalium und ist wesentlich weniger harntreibend als zum Beispiel Tee oder Kaffee, das heißt, der Reisende muß nicht so oft auf die Toilette.
Gleichzeitig schützen die Antioxidantien Lycopin, Vitamin A und Vitamin C den Organismus, der bei einem Flug hohem inneren Streß ausgesetzt ist. Hinzu kommt, daß der Tomatensaft nur wenig Kalorien hat und dafür ballaststoffreich.
Ein weiterer Vorteil ist für Diabetiker, da der Tomatensaft blutzuckersteigernde Kohlenhydrate hat, dürfen Zuckerkranke Menschen soviel Tomatensaft trinken, wie sie wollen, ohne auf ihre Zuckerwerte achten zu müssen.
Alkohol hingegen wirkt gerade wegen der geringen Luftfeuchtigkeit verstärkt, das heißt, wer ein Glas Sekt über den Wolken trinkt, fühlt sich genauso benommen und betrunken wie wenn er 3 Gläser auf dem Boden trinkt. Zudem schmeckt der Alkohol in der Luft auf Grund der fehlenden zusätzlichen Würze einfach nicht so prickelnd und die Würzung mit Pfeffer und Sals des Sektglases scheidet auf Grund des Geschmackes schlicht aus, dafür kann Tomatensaft gut und gerne mit Pfeffer und Salz gewürzt werden und schmeckt dann über den Wolken nochmal so gut.