Seit Robert Enke ist der Begriff „Depression“ in aller Munde. Weiterhin versuchen die Stiftung und andere Organisationen, diese Krankheit zu enttabuisieren und gesellschaftsfähig zu machen. Wenigen Menschen ist aber jedoch bewusst, dass sie schon schnellen Schrittes auf dem Weg in eine eben solche Lage sind, und identifizieren sich leichter mit dem Wort „Burnout“. Diese Diagnose scheint weniger schlimm und beschreibt einen eher vorüber gehenden Zustand – zur Erlangung neuer Energien für den Alltag bedarf es lediglich einer intensiven Pause.
Dies täuscht öfter, als es uns lieb ist. So beschreibt es auch die Autorin Marion Rößler in ihrem ersten Buch „Ich kann nicht mehr ... Stell dich nicht so an!“, in dem sie offen über ihre Erfahrungen spricht. „Ich wusste nur, ich brauche eine Pause.“ , erklärt sie zu dem Punkt in ihrem Leben, an dem sie einen Burnout vermutete. Aus jahrelanger, chronischer Überforderung rutschte sie unmerklich geradewegs in eine tiefe Depression, die sie sogar an Suizid denken lies. Rigoroser Raubbau am eigenen Körper und vor allem der Seele buchsiert jeden Menschen in Krankheitszustände, die nicht immer eindeutig von der Schulmedizin einer körperlichen Ursache zuzuordnen sind. Daher kommt es langläufig zur Diagnose der Psychosomatik oder Burnout. Unter uns gesagt, ist das nicht das Verkehrteste – denn jetzt sind wir gefordert, uns mit den seelischen Anteilen an unserer Verfassung auseinander zu setzen. „Nur so können wir auf den Weg der Genesung kommen. Es gibt immer einen Grund für die Erschöpfung und die Depression“, sagt die Autorin. In ihrem Buch spricht sie Menschen mit einer Depression und auch deren Angehörige an, gibt Hilfestellungen und berichtet sehr persönlich aus therapeutischen Prozessen und Kliniken. Mehr Information zum Buch und dem folgenden Praxisbuch gibt es unter www.Marion-Roessler.de