„Ein Sexsymbol ist ein Ding, und ich hasse es ein Ding zu sein!“ (Marylin Monroe)
Wird heute noch auf die wahren Werte geachtet, oder werden diese von den Warenwerten überMannt?
Schon Marylin Monroe erkannte, dass Frauen zusehends auf ihre Körper reduziert und ihnen Ideale dieser „vorgeschrieben“ werden. Vorgeschrieben durch Wen wird mensch sich fragen. Teile der Wahrheit liegen in der medialen Welt verbo(r)gen. Diese „eigene Welt“ auf unserem Planeten Erde, die unser Sein prägt, unser Wunsch-Sein formt, kreiert gleichzeitig ein Perfektsein-Wollen. Sie kreiert und formt Modezeitschriften, Teeniemagazine, Filme, Musikvideos, Werbeclips und weitere, ellenlange Formate der Medien.
Wie soll Frau sein, wie muss sie sein? Ganz einfach, hier die passende Schablone, mit der jede Frau Erfolge bei Männern erzielt! Zuerst einmal ganz wichtig die Haarfarbe. Raten Sie, richtig Blond, was sonst. Weiter geht’s mit der Figur, schlank, um nicht zu sagen dürr, aber mit Kurven, was mehr als paradox klingt. Weiterhin muss sie jung sein, unendlich lange Beine haben und irgendwie einfach Barbie verkörpern. „Ein Traum aus Plastik und Pink“, wie es in der aktuellen Ausgabe der EMMA für Winter 2011 zum Thema Generation Porno lautet. Kirsten Harrioson, Medienwissenschaftlerin äußerte zum Thema Paradoxon Körper, folgende Worte, die haargenau in eben beschriebenen Körperkonflikt passen, „Um diese unnatürlichen Proportionen zu erreichen, hilft eigentlich nur eine Kombination aus Hungerkur und plastischer Chirurgie.“
In Sendungen wie in Hugh Heffners Playboymansion würde die Sexualisierung der Frau und die Selbstobjektifizierung glorifiziert. Dargeboten werden Triggerfaktoren in eine Scheinwelt voller Glanz und Ansehen. Es entsteht der Wunsch so zu sein, wie die Playboybunnies in der wundervollen Villa mit Zimmern aus Plüsch und Pink, ein Wunsch so zu werden wie Barbie höchstpersönlich. Das diese eine Illusion aus Plastik ist, wird es nahezu oft vergessen, oder wissentlich verdrängt.
Sexy, angesehen, begehrt, verehrt, dumm?
Besagte mediale „Vorbilder“ werden zu einer Art Anleitung für scheinbaren Ruhm, für Erfolg, für Sexyness mit absoluter Begehrtheit und einer Menge Geld.
Jedoch sind die Folgen eines solchen Booms alles andere als erstrebenswert. Die Selbstobjektivierung, auf das sich Marylin Monroes Zitat bezieht, ist ein Phänomen, was sich selbst beschreibt. Nimmt man das Nomen auseinander, ergeben sich die Worte Selbst und Objektivierung. Wir selbst werden Objekte der Begierde, wir selbst machen uns zu Objekten, werden als solche behandelt, angesehen und abgestempelt?
Innere Werte stehen ganz klar hinten an, wenn überhaupt. Selbstdarstellung und –Präsentation sind bereits in den meisten sozialen Netzwerken zum normalen Standard geworden. Viele Profilbilder strotzen nur so von der Hervorhebung anziehender und in Szene gesetzter, erotischer Körperpartien. Was die Selbstobjektivierung allerdings mit sich zieht, sind psychische Krankheiten und stetig wachsende Unzufriedenheiten bei immer jünger werdenden weiblichen Betroffenen. Krankheiten, die im Zusammenhang auftreten sind Magersucht, Bulimie und Fettsucht. Damit verbunden „ der wachsende Wunsch nach Schönheitsoperationen“ (EMMA).