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OnlinePresse.info: Die Bertelsmann-Stiftung hat am Donnerstag eine Studie veröffentlicht, in der sie zum Schluss kommt, dass das Betreuungsgeld die Bildungschancen von Kindern aus sozial schwachen Familien mindert. Die Liberalen sehen sich damit bestätigt. FDP-Familienpolitikerin Miriam Gruß befürwortet das Gutscheinmodell. Dieses würde gewährleisten, dass Kindern unter drei Jahren die bestmögliche frühkindliche Bildung zugute kommt.
Das Betreuungsgeld mindert der Studie zufolge die Bildungschancen vor allem von Kindern aus sozial schwachen Familien. Diese Kinder, aber auch Kinder aus Zuwandererfamilien, profitierten besonders vom Besuch frühkindlicher Bildungseinrichtungen.
Internationale Erfahrungen würden belegen, dass die Zahlung eines Betreuungsgeldes oft dazu führe, dass Kinder aus diesen Familien zu Hause blieben, heißt es in der Studie. Die Liberalen teilen diese Ansicht und plädieren daher dafür, dass Geld den Familien in Form von Bildungsgutscheinen zukommen zu lassen.
Die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Miriam Gruß, sieht sich durch die Studie bestätigt. Die Liberalen hatten die Bildungsgutscheine bereits im Koalitionsvertrag verankert. Mit dem Gutscheinsystem werde gewährleistet, dass Kindern unter drei Jahren die bestmögliche frühkindliche Bildung zugute kommt, argumentiert die Liberale.
Nur mit Gutscheinen werde gesichert, „dass das Geld auch wirklich bei den Kindern ankommt und zu ihrem Wohl verwendet wird“, erklärt die Familienpolitikerin. „Die Bargeld-Variante setzt hingegen einen Anreiz, Kinder nicht in Betreuungsinstitutionen zu geben.“ Das wiederum würde die Bildungslücke verfestigen. Die Studie beweise nämlich auch, dass besonders benachteiligte Kinder von den Gutscheinen profitieren würden, denn der Besuch einer Kinderkrippe hat für Kinder unter drei Jahren einen deutlichen Einfluss auf ihre Bildungsbiografie.
Sie werde sich auch weiterhin vehement für die Auszahlung des Betreuungsgeldes durch Gutscheine einsetzen, versprach die liberale Familienexpertin. Nur so lasse sich „Chancengerechtigkeit unserer Kinder von klein auf“ erreichen.
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