Mehr als 250.000 geheime Dokumente aus amerikanischen Diplomatenkreisen sind an die Öffentlichkeit gelangt, der Schaden für die Außenpolitik ist kaum absehbar. "Der eigentliche Skandal aber ist, wie anscheinend mit diesen hochsensiblen Daten umhergegangen worden war", wettert Andreas König Geschäftsführer beim Security-Anbieter ProSoft. "Nicht nur, dass sage und schreibe mehr als 2,5 Millionen Anwender Zugriff auf diese angeblich so 'streng geheimen' Depeschen hatten, es schien auch keinerlei wirkungsvolle Segmentierungen und Zugriffsbeschränkungen gegeben zu haben. Denn wie ist es sonst zu erklären, dass ein Gefreiter wochenlang Daten kopieren konnte – und das Diplomatische Corps davon erst aus der Zeitung erfuhr?"